Fr, 17. August 2018

Mit 200 km/h

19.10.2016 12:04

Alko-Lenker raste davon: Crash!

Nach einer durchzechten Nacht war ein Familienvater mit seinem Audi auf der Ostautobahn Richtung Neusiedl unterwegs. Beim Versuch, nahe der Ausfahrt Flughafen auf dem Pannenstreifen zurückzuschieben, wurde eine Motorradstreife auf ihn aufmerksam. Der Polizist wollte den Alkolenker (1,55 Promille) stoppen, der stieg aber aufs Gas und raste davon. Bei Neusiedl war dann Enstadtion: Der 46-Jährige verlor die Kontrolle über seinen Audi und krachte mit voller Wucht gegen einen Kreisverkehr.

"Sie haben durch ihr Verhalten andere Autofahrer und den Polizisten, der sie stoppen wollte, gefährdet", so die Staatsanwältin in ihrem Eröffnungsplädoyer in Eisenstadt. "Wie bekennen Sie sich?", fragte Richterin Karin Lückl den Angeklagten. "Schuldig. Ich kann mich aber an die Fahrt selbst nicht erinnern. Nur daran, dass ich in der Nacht zuvor viel getrunken habe. Eigentlich wollte ich deshalb den Zug nehmen. Warum ich mich doch ins Auto gesetzt habe, weiß ich nicht", so der 46-Jährige, der mit seiner Lebensgefährtin und zwei seiner drei Kinder zum Prozess erschienen war.

"Ich möchte mich bei Ihnen allen entschuldigen. Es tut mir wirklich sehr leid, was ich getan habe", wandte sich der Angeklagte mit den Tränen kämpfend an die als Zeugen geladenen Autofahrer und Polizisten.

Weil der Mann bei einem Crash am Ende der Wahnsinnsfahrt selbst schwer verletzt wurde und daher noch arbeitslos ist, bat der Familienvater darum, von einer Geldstrafe abzusehen. Das - nicht rechtskräftige - Urteil: ein Jahr bedingt. "Alles Gute und Finger weg vom Alkohol", gab ihm die Richterin noch mit auf den Weg.

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