Di, 20. November 2018

Elektro-Leichenwagen

07.10.2016 20:42

Tesla Model S: Lautlos zur letzten Ruhe

Die E-Mobilität dringt in immer neue Bereiche vor. Jüngstes Beispiel: Ein zum Leichenwagen umgebauter Tesla Model S, der einen besonders stillen Transport zur letzten Ruhestätte erlaubt. Die holländischen Stretch-Limo-Experten von Remetzcar sind den eigentlich logischen Schritt gegangen und haben einen Tesla Model S mit Glaskasten-Kombiheck geschaffen.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit dem gläsernen, hochbauenden Kombiheck wirkt der Wagen geschmackvoll und zudem besonders repräsentativ. Angesichts der heute vielerorts üblichen fensterlosen Kleintransporter, die für einen maximal kosteneffizienten und anonymen Leichentransport stehen, setzt dieser Tesla-Umbau ein Ausrufezeichen für die deutlich stilvollere, jedoch aussterbende Tradition des Leichentransports im klassischen Nobel-Kombi.

Den Tesla Model S auf die Streckbank zu legen, war für die Stretch-Spezialisten eine besondere Herausforderung. Auf 5,78 Meter wurde das Bestattungsauto verlängert, was den Transport von bis zu 2,17 Meter langen Särgen erlaubt. Hierfür wurde das Fahrzeug einmal durchgeschnitten und ein gut 80 Zentimeter langer Mittelteil eingesetzt.

Ein Problem bei dieser Arbeit war die den Unterboden weitgehend ausfüllende Hochvoltbatterie, die für die Verlängerung ausgebaut und an anderer Stelle neu eingesetzt werden musste. Laut Remetzcar kommt der 70-kWh-Stromspeicher zum Einsatz, der einen Radius von 350 Kilometer erlauben soll.

Eine weitere Herausforderung war es, den hinteren Bereich der ursprünglichen Stufenhecklimousine zum Kombiheck auszubauen. Hier hat sich Remetzcar für eine filigrane Konstruktion mit möglichst großen Glasflächen entschieden. Dieses Glasheck muss zudem die für Leichenwagen üblichen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität erfüllen. So gibt es einen mit Rollen bestückten ausziehbaren Teakboden, der ein leichtes Einladen von Särgen erlaubt.

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