18.09.2006 12:37 |

Sprung nach vorne

Jürgen Melzer nach Turniersieg auf Rang 50

Jürgen Melzer hat sich nach seinem ersten Einzel-Turniersieg auf der Tennis-ATP-Tour in Bukarest in der Weltrangliste um 17 Ränge auf Platz 50 verbessert. Erstmals seit Ende Oktober 2005 steht damit wieder ein Österreicher unter den 50 weltbesten Tennis-Profis. Angeführt wird die Liste weiterhin von Roger Federer. Marcos Baghdatis verbesserte sich nach seinem Sieg in Peking auf Rang Acht.

Bei den Damen verlor Sybille Bammer, Österreichs mit Abstand beste Akteurin, einen Rang und ist nun an 46. Position. Yvonne Meusburger folgt erst an 147. Stelle. Auf den Top-Platzierungen gab es keine Veränderung, die Französin Amelie Mauresmo führt weiterhin 136 Zähler vor der Belgierin Justine Henin-Hardenne.

Melzers erster Turniersieg
Wenige Tage vor der wichtigen Daviscup-Relegation gegen Mexiko feierte Jürgen Melzer am Sonntag mit einem souveränen 6:1,7:5-Finalsieg über den als Nummer fünf gesetzten Italiener Filippo Volandri beim Sandplatzturnier in Bukarest endlich seinen ersten ATP-Turniersieg im Einzel. Zuvor war Melzer in drei Finali gescheitert.

Dass es nach den verpatzten Anläufen in Newport 2003, St. Pölten 2005 und zuletzt im April 2006 in Houston beim vierten Anlauf endlich klappte, lag vor allem an der derzeit starken Form des Linkshänders aus Niederösterreich. Hatte er in den beiden ersten Partien noch jeweils einen Satz abgegeben, wurde er zum Ende hin immer souveräner. Im Halbfinale hatte der Franzose Paul-Henri Mathieu bereits nach den erstem Satz wegen einer Knöchelverletzung aufgegeben.

Während Melzer also relativ fit ins Finale ging, war sein Gegner Volandri vom seinem anstrengenden Halbfinale sichtlich gezeichnet. Erst im zweiten Satz hielt der Italiener dagegen, erlaubte bei 5:5 aber mit zwei Rückhandfehlern dem Österreicher erneut ein Break und damit die Vorentscheidung. Der Titel war für Melzer 44.000 Euro Preisgeld wert.

58. ATP-Titel für Österreich
Melzer sorgte damit nach über dreieinhalb Jahren nicht nur für den ersten rot-weiß-roten Einzel-Turniersieg seit Stefan Koubek (Doha), der einstige Wimbledon-Juniorensieger avancierte damit auch neben Peter Feigl, Hans Kary, Horst Skoff, Alexander Antonitsch, Gilbert Schaller, Thomas Muster und Stefan Koubek zum achten österreichischen Turniersieger auf der Tour. Es war der 58. ATP-Titel für Österreich.

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