30.06.2006 16:08 |

Fitter leben

Sauer macht alles andere als lustig

Sauer macht lustig, heißt es so schön. Die Wahrheit ist: Sauer macht krank! Und das betrifft mehr von uns, als die meisten annehmen. Falsche Ernährung, wenig Schlaf, Zigaretten, Stress und zu viel Kaffee - dieser Lebensstil kann unseren Körper auf Dauer "sauer" machen.

Neben allgemeiner Änderung der Lebensgewohnheiten hilft Gemüse, viel Bewegung und Trinken, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Schon der Volksmund tituliert eine Missstimmung seit jeher als "sauer sein". Bei vielen akuten, aber auch chronischen Leiden liegt eine Verschiebung der Stoffwechsellage in den sauren Bereich vor. 

Der Körper des Menschen hat zwar ein komplexes System aufgebaut, um ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen herzustellen. Durch unterschiedliche Ursachen kann es aber trotzdem zur Anhäufung von Säuren in einzelnen Körperregionen kommen. 

Beispiele für unterschiedliche PH-Werte der verschiedenen Körperflüssigkeiten im Organismus: 

  • Speichel 7,2 bis 7,5 
  • Magensaft 2,5 
  • Bauchspeichel 7,5 bis 8,8 
  • Galle 7,5 bis 8,8 
  • Blut 7,37 bis 7,43 
  • Scheidensekret 4,0 bis 4,7 
  • Samenflüssigkeit 7,8 bis 8,2 
  • Urin 5 bis 8 

An den unterschiedlichen PH-Werten lässt sich erkennen, wie wichtig die Regulation des Säure-Basenhaushaltes ist. Nicht alle Säuren sind schädlich, aber sie sollten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ihre Aktivität entfalten. 

Folgen der Übersäuerung
Wenn sich das Gleichgewicht zu Gunsten der Säure verschiebt, kann es zu unzähligen Störungen kommen. Die bekanntesten Beispiele für örtliche Übersäuerung sind Muskelkater, Gicht oder Gastritis. Jedoch kann auch bei vielen anderen chronischen Erkrankungen Übersäuerung eine Rolle spielen. Entweder als Auslöser oder als Resultat der Zellschädigungen zum Beispiel Darmpilz, Verdauungsprobleme, Völlegefühl, Blähungen, Gallenprobleme, Haarausfall, brüchige Nägel, Karies, Neurodermitis und Migräne. 

Faktoren, die unseren Körper "sauer" machen können, sind unter anderem: Übergewicht und Bewegungsmangel, Alkohol, Nikotin und Koffein, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, falsche Ernährungsgewohnheiten. 

Und so kannst du der Übersäuerung vorbeugen: 

  • Genügend Flüssigkeitszufuhr 
  • Umstellung der Ernährung (mehr Gemüse, weniger Fleisch, Wurst, Innereien, Käse und tierisches Fett essen) 
  • Einschränkung von Nikotin, Alkohol und Koffein 
  • Viel Bewegung 
  • Stressreduktion 

Auch der Einsatz von so genanntem Basenpulver kann Besserung bringen. Es besteht aus unterschiedlichen, meist anorganischen Substanzen, die mehr oder weniger Säure in unterschiedlichen Körperregionen "neutralisieren". Allgemein sollte man bei der Auswahl der Produkte darauf achten, dass nur natriumfreies Basenpulver verwendet wird, da es die Niere nicht zusätzlich durch Kochsalz belastet und die Ausscheidungsfunktion nicht gestört wird.

Montag, 14. Juni 2021
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