So, 26. Mai 2019
05.01.2016 16:50

"Krone"-Interview

Wann hat die Job-Misere in Wien endlich ein Ende?

166.184 Personen in Wien haben derzeit keinen Job. Eine Verbesserung ist nicht in Sicht. Im "Krone"-Gespräch erklärt AMS-Wien-Chefin Petra Draxl, welche Rolle dabei Flüchtlinge spielen und ob Wien etwas besser machen könnte. Und wann hat die Misere ein Ende? "In den nächsten beiden Jahren nicht, womöglich erst dann."

"Krone": Frau Draxl, welche Gruppe ist besonders von Arbeitslosigkeit betroffen?
Petra Draxl: Die über 50-Jährigen, 34.500 ältere Personen haben derzeit keinen Job.

"Krone": Dazu kommen noch Tausende Flüchtlinge, die in den Arbeitsmarkt drängen...
Draxl: Hier muss man die Relation sehen. Derzeit sind 14.000 Flüchtlinge beim AMS gemeldet. Also im Vergleich ein kleiner Teil.

"Krone": Der aber heuer noch größer wird. Österreichweit könnten schon bald 30.000 Flüchtlinge auf Jobsuche sein, der Großteil davon in Wien.
Draxl: Das stimmt. Umso wichtiger ist es, dass diese Gruppe so rasch wie möglich Deutsch lernt. Am besten schon während des Verfahrens. Derzeit ist es aber so, dass sie erst beim AMS mit einem Sprachkurs beginnen.

"Krone": Welche Kosten kommen dabei auf das AMS zu?
Draxl: Durchschnittlich geben wir 10.000 Euro pro Person aus, um sie am Arbeitsmarkt zu integrieren.

"Krone": Die Opposition wirft der Stadt vor, die hohe Arbeitslosenquote sei hausgemacht. Wo sehen Sie Versäumnisse?
Draxl: Wien hat nichts falsch gemacht. Man kann der Stadt nur den Vorwurf machen, der einzige Ballungsraum in Österreich zu sein. Dazu kommt, dass täglich 220.000 Pendler bei uns arbeiten.

Video: Die Arbeitslosigkeit steigt weiter an, am stärksten unter Ausländern.

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