Mo, 23. Juli 2018

Soll Häuser bauen

25.09.2015 12:28

Das ist der wohl größte 3D-Drucker der Welt

Das italienische Unternehmen WASP (World's Advanced Saving Project) hat den wohl größten 3D-Drucker der Welt gebaut und ihn in Rieti unweit von Rom erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das zwölf Meter hohe Ungetüm soll Häuser mit einem Durchmesser von sechs Metern errichten, die als Notunterkunft oder billiger Wohnraum dienen sollen.

Gedacht ist der Gigant von einem 3D-Drucker namens Big Delta für den Einsatz in Krisengebieten. Das Gerät soll nach Katastrophen schnell und kostengünstig Notunterkünfte errichten, so der Plan der italienischen Tüftler.

Dabei soll der Big-Delta-Drucker einem Bericht des IT-Portals "Engadget" zufolge mit dem Material auskommen, das ihm vor Ort zur Verfügung steht. Konkret soll er Baumaterial aus Erde und Schlamm gewinnen und es mit seinem Druckkopf Schicht für Schicht zu einem zweckmäßigen Häuschen zusammensetzen.

Einsatz in Entwicklungsländern denkbar
Neben Notunterkünften in Katastrophengebieten könnte "Big Delta" auch billige Häuser für die wachsende Bevölkerung in Entwicklungsländern drucken. Interesse aus diesen Ländern sei bereits da, heißt es von WASP.

Und Bedarf erst recht: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden in den nächsten 15 Jahren 100.000 billige Behausungen gebraucht, um die wachsende Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Wohnraum zu versorgen.

WASP will Menschen unabhängiger machen
Langfristig will WASP mit seinem Riesen-3D-Drucker die Menschen in Entwicklungsländern unabhängiger machen. Häuser könnten mit 3D-Druck extrem günstig und schnell errichtet werden, die dafür nötigen Drucker könnten Kommunen gemeinsam anschaffen und nutzen, so der Plan der Italiener.

Und für die Tüftler bei WASP ist hier noch nicht Schluss. Sie streben eigenen Angaben zufolge eine Gesellschaft an, in der eine "Maker-Economy" als Wirtschaftsmodell etabliert ist. Das bedeutet, dass Menschen in entlegenen Gebieten letztlich alles, was sie benötigen, mit 3D-Druckern selbst erzeugen können. Bis diese Vision Realität wird, dürfte es freilich noch eine ganze Weile dauern.

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