Sa, 23. März 2019
27.03.2015 12:18

Nutzer schockiert

Wissen Sie, wie oft Apps Ihren Standort abfragen?

Dass Smartphone-Apps private Informationen mit Dritten teilen, ist vielen Nutzern bekannt. Den wenigsten ist allerdings bewusst, wie oft dies geschieht. Forscher der Carnegie Mellon University im US-Staat Pennsylvania haben Nutzer mit der - für viele schockierenden - Wahrheit konfrontiert.

Auf insgesamt 23 Android-Smartphones hatten die Wissenschaftler eine App installiert, die protokollierte, wie oft andere auf dem jeweiligen Gerät installierte Anwendungen Informationen mit Dritten teilen. Die App des Schnäppchenportals Groupon zum Beispiel fragte binnen zwei Wochen insgesamt 1.062 Mal den Standort ab, eine Wetter-App im selben Zeitraum sogar 2.000 Mal, also im Schnitt etwa alle zehn Minuten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf die Studie.

Gegenstand dieser war aber weniger, wie oft die Apps Informationen abrufen und teilen, sondern vielmehr, wie Nutzer auf diesen Umstand reagieren. In einem zweiten Schritt des Experiments wiesen die Forscher die Teilnehmer darauf hin, wie oft ihr Standort abgerufen wurde: "Ihr Standort wurde 5.398 Mal mit Facebook, Groupon, GO Launcher EX und sieben anderen Apps binnen der letzten 14 Tage geteilt", hieß es etwa in einer dieser Mitteilungen.

"Vom Smartphone verfolgt"
Viele Nutzer zeigten sich davon schockiert: "4.182 Mal – macht ihr Witze?", fragte beispielsweise einer der Probanden angesichts seiner persönlichen Auswertung. "Es fühlt sich an, als würde ich von meinem eigenem Smartphone verfolgt. Es war beängstigend. Diese Zahl ist zu hoch." Ein anderer Teilnehmer schilderte: "Die Zahl (356 Mal, Anm.) war gigantisch, unerwartet." Darauf hingewiesen änderte die Mehrheit der Nutzer die Berechtigungen der auf ihren Geräten installierten Apps.

Nutzer würden beim Download einer App zwar darüber informiert, welche Berechtigungen diese verlangten, aber nur wenige schenkten dieser Information Beachtung oder seien sich der tatsächlichen Auswirkungen bewusst, erklärte Norman Sadeh vom Institut für Softwareforschung in einer Mitteilung der Universität. "Die Tatsache, dass Nutzer auf unsere Hinweise reagierten, zeigt, dass sie sich durchaus um ihre Privatsphäre sorgen, aber sich schlichtweg nicht darüber im Klaren sind, wie viele Informationen über sie gesammelt werden", so Sadeh.

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