Nach Kündigungen

ÖVP gegen SPÖ: Politstreit um Lehrwerkstätte

Burgenland
06.11.2026 16:05
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Nach „Krone“-Bericht über Kündigungen bei einer Ausbildungseinrichtung schieben sich die Parteien gegenseitig die Schuld zu.

Sechs Ausbildnern droht die Kündigung, 25 Lehrlinge bangen um ihre Zukunft. Doch statt einer Lösung gibt es einen heftigen Politstreit. Wie die „Krone“ berichtete, steht die Lehrwerkstätte von Jugend am Werk wegen Einsparungen des Bundes in Höhe von 1,3 Millionen Euro vor dem Aus.

Rettungsplan gefordert
ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl wirft Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) vor, die Jugendlichen im Stich zu lassen. „Große Ankündigungen machen und dann wegschauen, wenn es ernst wird, ist keine verantwortungsvolle Politik“, wettert er. Auch FPÖ-Mandatar Markus Wiesler kritisiert, die SPÖ habe die Gefahr trotz frühzeitiger Warnungen kleingeredet. Er fordert einen verbindlichen Rettungsplan.

SPÖ gibt ÖVP die Schuld
Den Vorwurf lässt Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) nicht gelten. Er spricht von einer „schamlosen Ursachenumkehr“ und gibt der ÖVP die Schuld am Budgetloch im Bund. „Wer im Bund das Geld vernichtet und dem AMS den Hahn zudreht, hat jedes Recht verloren, im Burgenland mit dem Finger auf andere zu zeigen!“

Die Finanzierung liege bei Bund und AMS, das Land könne weder in Verträge noch in Ausschreibungen eingreifen. Jugend am Werk könne sich laut Schneemann bei der Neuausschreibung allerdings erneut bewerben.

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