Architektonisch und pädagogisch spielt der neue Bildungscampus Völkermarkt alle Stücke: Das 50-Millionen-Euro-Bauwerk verbindet das Alpen-Adria-Gymnasium mit der Praxis HAK. Nachdem das Schuljahr für 880 Schüler und 89 Lehrer bereits gestartet hat, wurde der Campus jetzt offiziell eröffnet.
Stolze 40 Kilometer Kabel liegen heute in der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Straße in Völkermarkt. Genau dort, wo am Freitag der neue Bildungscampus Völkermarkt eröffnet wurde. Lichtdurchflutete Klassenräume, eine riesige Sporthalle, ein Tech-Lab und vieles mehr verbindet der Campus als eine Schule, wie sie im Buche steht. 13.100 Quadratmeter Bruttogeschossfläche finden sich jetzt auf ein viergeschossiges Schulgebäude inklusive Gartengeschoss sowie einem versenkten Turnsaal-Baukörper mit schwebendem Dach.
Seit Jahren wurde über eine Sanierung des alten Gymnasiums gesprochen. 50 Jahre war das Gebäude prägend für die Bildungslandschaft der Stadtgemeinde und der gesamten Region, bis es vor knapp zwei Jahren abgerissen wurde. Dann hieß es: „Umzug“ und 800 Schüler wanderten in die Containerschule, die Ersatzheimat der Klassen wurde. Plangerecht wurde der Campus im Sommer fertiggestellt; das neue Schuljahr für 28 Gymnasium-Klassen und zehn HAK-Klassen durfte bereits im Neubau starten.
Wirtschaftliche Impulse für Region
17.500 Kubikmeter Beton wurden vergossen, 1200 Tonnen Baustahl verwendet und eben 40 Kilometer Kabel verlegt. „Wir haben wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region gesetzt“, betont Gerald Beck, Geschäftsführer der Bundesimmobilien Gesellschaft (BIG). Als Bundesschule war die BIG im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und der Bildungsdirektion Kärnten Projektträger. Gebaut wurde nach Plänen des Atelier Frühwirth aus Graz.

Knapp 50 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Dafür gab es auch in Sachen Energieeffizienz und Ökologie hohe Maßstäbe. Der Bau wurde mit dem Klimaaktiv-Gold-Abzeichen ausgezeichnet. Unter der Sporthalle sorgen 28 rasterförmig angeordnete Erdwärmesonden für zukunftsfähige Raumkühlung. Die Photovoltaikanlage mit 220 Kilowatt-Peak versorgt das Gebäude mit Strom. Beck: „Der Campus versorgt sich zu 50 Prozent selbst.“
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