Wieder einmal schrillen im Almtal die Alarmglocken! Die geplante Übernahme des Kasbergs durch das Land droht laut den Vorständen der Fördergenossenschaft auf den letzten Metern zu scheitern. Mit einer betroffenen Grundeigentümerin konnte kein neuer Pachtvertrag abgeschlossen werden. Die Frist endet am 31. Oktober.
Der Plan für die Kasberg-Rettung droht laut Karl Drack und Michael Stadler, den Vorständen der Fördergenossenschaft „lebenswertes Almtal“ auf den letzten Metern doch noch zu scheitern. Die Übernahme der Almtal Bergbahnen durch die Traunsee Touristik GmbH – eine 100-prozentige Tochter der OÖ Seilbahnholding – sei noch immer nicht auf Schiene. „Nach Informationen der beteiligten Parteien konnte bis dato mit einer betroffenen Grundeigentümerin kein neuer Pachtvertrag abgeschlossen werden. Laut dem bereits unterfertigten Übernahmevertrag ist dieser unter anderem erst mit Abschluss aller neuen Pachtverträge rechtsgültig. Die dafür vorgesehene Frist endet mit 31.Oktober“, so das Duo.
Forderung nicht erfüllt
Sie sind enttäuscht, dass ihre Forderung auf einen ,share deal‘ nicht erfüllt wurde. Demnach hätte die Landesholding die gesamte Gesellschaft Almtal Bergbahnen mit allen Rechten und Pflichten und damit auch mit allen bestehenden Verträgen wie EDV, Energie, Versicherung, Dienstverträgen, Seilbahn-Konzession etc. bis hin zu den Pachtverträgen mit den Grundeigentümern übernehmen sollen. „Trotz mehrmaliger Hinweise unsererseits auf zukünftige Vertragsprobleme haben die Vertreter des Landes – also die Geschäftsführung von Landesholding und Seilbahnholding samt ihren Rechtsvertretern auf einen ,asset deal‘ beharrt – also lediglich die Übernahme der Grundstücke, Seilbahnen, Lifte, sonstigen Anlagen und Vorräte“, so Drack und Stadler.
Es seien alle alten Pachtverträge hinfällig geworden. „Die Folgen daraus sind jetzt zu sehen. Detail am Rande: aufgrund des 2023 abgewickelten Konkurses der Almtal Bergbahnen wären allfällig versteckte Risiken in der Gesellschaft bei einem ,share deal‘ nicht gegeben“, behaupten die zwei Vorstände.
Saisonvorbereitung geriet ins Stocken
Laut ihnen sind auch die Saisonvorbereitungen rund um den Kasberg ins Stocken geraten: „Da die TTG vor Rechtskraft des Übernahmevertrags keinerlei Marketing-Maßnahmen für den Kasberg setzt und es auch trotz zahlreicher Urgenz der Bevölkerung noch immer keinen Saisonkarten-Vorverkauf gibt, scheint ein regulärer Saisonstart Anfang Dezember in weiter Ferne.“
Sollte die Übernahme scheitern, wären das Ende der Saisonvorbereitungen und der Abbau der Anlagen das traurige Endresultat des Deals.
Karl Drack und Michael Stadler, Fördergenossenschaft
Nachsatz: „Sollte die Übernahme jetzt durch einen nicht zustande gekommenen neuen Pachtvertrag mit einer Grundeigentümerin scheitern, haben unsere Verhandlungspartner des Landes den politischen Willen der Landesregierung und des Landtags zu 100 Prozent konterkariert. Ein Abbruch der Übernahme, das Ende der Saisonvorbereitungen und der damit verbundene Beginn des Abbaus der Anlagen wären dann das traurige Endresultat dieses Deals.“
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