Bisher 16 Tote

Beben erschüttert Tibet: Menschen fliehen in Panik

Ausland
23.10.2026 08:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht auf Freitag Tibet erschüttert. Bisher wurden 16 Tote gemeldet, Such- und Rettungseinsätze laufen weiter. Videos zeigen, wie Menschen in Panik aus einem Gebäude stürmten, als die Erde zu beben begann (siehe oben).

Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,0 ereignete sich im Kreis Baqing in Chinas Autonomer Region Tibet in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Nach Angaben der chinesischen Erdbebenwarte wurden in der Region mehrere Nachbeben registriert.

Mehr als 300 Häuser beschädigt
Laut Behördenangaben wurden bisher 54 Menschen verletzt. Mehr als 330 Häuser wurden beschädigt sowie 20 Ställe zerstört, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Rettungskräfte.

Menschen stürmen aus einem Restaurant, während Trümmer fallen.
Menschen stürmen aus einem Restaurant, während Trümmer fallen.(Bild: kameraOne)

Die Regierung entsandte 350 Rettungskräfte der Feuerwehr und 83 Fahrzeuge in das Katastrophengebiet. Es gelte die Such- und Rettungsmaßnahmen mit aller Kraft voranzutreiben, die Verletzten medizinisch zu versorgen und die Zahl der Toten und Verletzen so gering wie möglich zu halten, sagte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Schnee könnte Rettungsarbeiten erschweren
Das bisher stärkste Beben heuer in China ereignete sich in einem dünn besiedelten Gebiet. Die betroffene Gegend im Himalaya liegt rund 180 Kilometer von der nächstgrößeren Stadt Nagqu und etwa 400 Kilometer von Tibets Hauptstadt Lhasa entfernt. Im Schnitt liegt das Gebiet im Bereich des Epizentrums auf rund 4800 Metern Höhe. Meteorologen erwarteten heute in Teilen des Gebiets Schneefall.

Nach Sturzflut nächste Katastrophe
Tibet wurde damit erneut von einer schweren Naturkatastrophe erfasst. Mehr als 1000 Kilometer von Nagqu entfernt hatte Ende August eine Sturzflut im Südwesten der Autonomen Region einen Grenzposten unter sich begraben und sich anschließend talwärts nach Nepal ergossen. Auf beiden Seiten der Grenze kamen bei der Naturkatastrophe insgesamt etwa 1450 Menschen ums Leben, mehr als 5500 galten Anfang Oktober immer noch als vermisst.

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