Aus Alt mach Neu: Aus der ehemaligen Mittelschule Griffen und der Volksschule wurde ein moderner Bildungscampus für kleine und große Kinder. Stolze 9,7 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Jetzt wurde das Bildungszentrum offiziell eröffnet.
Kein Platz für Ein- bis Dreijährige und Kindergartenkinder gibt es auch immer mehr – bereits acht Jahre sind die ersten Gespräche über die Bildungsstätten in Griffen her. „2018 haben wir erkannt, dass Platzbedarf besteht, 2019 übergangsweise eine Kita im Pfarrkindergarten eröffnet“, blickt Bürgermeister Josef Müller zurück. Das Bildungszentrum ist wohl eines der Leuchtturmprojekte seiner Amtszeit: „Ihr Kinder seid unsere Zukunft. Für euch ist ein Jahr sehr lange, aber wir Erwachsene müssen für die kommenden Generationen denken und vorausschauen.“ Mit diesem Projekt sei die Zukunft der Gemeinde gesichert.
Die Idee für ein Bildungszentrum wurde vor allem nach der Schließung der Mittelschule Griffen konkret. Müller: „Wir wollten auf keinen Fall einen riesigen Leerstand mitten im Ort.“ Durch den Um- und Ausbau seien bestehende Flächen perfekt genutzt sowie keine zusätzliche Versiegelung nötig gewesen.


Das Bildungszentrum umfasst acht Volksschulklassen, fünf Kindergartengruppen, zwei Kita-Gruppen sowie die Musikschule, einen Werkraum, Räume für die Nachmittagsbetreuung und eine eigene Küche mit Speiseraum. Zwei Sporthallen und Proberäume für Vereine ergänzen das Bildungshaus. Rundherum liegen gleich mehrere Spielplätze, die teils auch öffentlich zugänglich sind. Auch an einen Trinkbrunnen und öffentliche Toiletten wurde gedacht.
„Wir wollten keine zusätzlichen Flächen bebauen. Ganz im Gegenteil haben wir 4000 Quadratmeter entsiegeln können“, betont Müller. Zudem wurden Bäume und Sträucher gepflanzt, um das Gelände zu begrünen.
Spende von Griffner Unternehmerfamilie
Stolze 9,7 Millionen Euro haben Gebäudeankauf, Umbau, Ausstattung und Außenanlagen gekostet. Das Geld stammt von Bund und Land, der Gemeinde, aber auch der Griffner Unternehmerfamilie rund um Peter Milavec. Gebaut wurde in zwei Abschnitten.
Platz finden ab sofort aber nicht nur Schüler, Kindergarten- und Kitakinder, sondern Musikanten und Vereinsmitglieder. Für Eltern gibt es Haltestellen, außerdem gilt rund um die Schule Tempo-20. „Wir Erwachsenen haben geplant, gerechnet und gebaut. Aber erst die Kinder machen dieses Bildungszentrum zu einem lebendigen Ort voller Fragen, Ideen, Freundschaften und Entdeckungen“, freut sich Müller.
Gesundheitszentrum entsteht nebenan
Mit dem Bildungszentrum ist die Gemeinde aber noch lange nicht fertig. Nu wenige Schritte entfernt wird aktuell aus der ehemaligen Volksschule ein Gesundheits- und Ärztezentrum. Geplant ist eine Eröffnung im Frühjahr 2027.
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