Journalisten verbannt
Trump will Presseraum zu Schwimmbad umbauen
US-Präsident Donald Trump möchte den Pressesaal im Weißen Haus zu einem Schwimmbad umbauen.
Ende September postete Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Fotomontage des derzeitigen Presseraums und eines pompösen Schwimmbads. Ob es bereits konkrete Pläne für einen Umbau des „James S. Brady Press Briefing Room“ gibt, war zunächst nicht bekannt.
Die Verbannung der Medien aus dem Presseraum und dessen Umbau hätten eine „hohe symbolische Bedeutung“, hieß es in der „New York Times“, da die räumliche Nähe der Presse zum Sitz der Exekutive in den USA traditionell als Anerkennung der Bedeutung einer freien Presse in einer Demokratie gelte.
Seit seiner ersten Amtszeit (2017-2021) spielt Trump immer wieder mit dem Gedanken, Journalisten vollständig aus dem Weißen Haus auszuschließen, berichtete auch das „Wall Street Journal“ vor einigen Wochen unter Berufung auf mehrere Regierungsvertreter.
Trump schränkt Zugang für Medien ein
Trump hatte im September die Sender CNN, MS NOW und das Medienhaus „Politico“ aus dem Weißen Haus verbannt. Die Medien klagten daraufhin und werfen der Regierung unter anderem vor, sie wegen ihrer Berichterstattung zu bestrafen und damit gegen die Pressefreiheit zu verstoßen. Ein Bundesrichter ordnete vorübergehend die Wiederherstellung ihrer Presseausweise an, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Harter Kurs
In seiner zweiten Amtszeit geht Trump mit zunehmender Härte gegen missliebige Medien vor und versucht, den Zugang unabhängiger Medien mit verschiedenen Maßnahmen zu beschränken. So wurde die Zusammensetzung des sogenannten Presse-Pools des Weißen Hauses geändert, wodurch Agenturen wie Associated Press, Reuters und Bloomberg ihre festen Plätze verloren.
Außerdem verklagte Trump verschiedene Medien wegen deren Berichterstattung auf hohe Strafzahlungen. Journalisten beleidigt er häufig, wenn ihm die von ihnen gestellten Fragen nicht gefallen. Kritiker sehen die Pressefreiheit in den USA bedroht.
Der „James S. Brady Press Briefing Room“ wurde 1970 über einem von dem früheren Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882 bis 1945, Amtszeit 1933 bis 1945) aus Gesundheitsgründen genutzten Pool errichtet. Er dient als Ort für regelmäßige Pressekonferenzen. In einem an den Saal angeschlossenen Büroraum arbeiten derzeit Journalisten, die über eine Akkreditierung für die Berichterstattung im Weißen Haus verfügen.
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