Viele Beschwerden und etliche Schäden durch unsachgemäße Nutzung. Der Aufwand ist für die Gemeinde im Burgenland nicht länger tragbar. Was mit dem Areal passiert, ist noch offen.
Fast überall besteht Leinenzwang, Hunde benötigen aber von Natur aus viel Auslauf. „Jeder Vierbeiner will auch mit Artgenossen frei interagieren und herumtollen können“, führen Fachleute ins Treffen. Willkommene Abwechslung bietet eine Hundefreilaufzone, doch auch sie birgt ihre Tücken. Jahrelang hat die Gemeinde Hirm ein derartiges Areal für das Wohl der Vierbeiner im Ort zur Verfügung gestellt, jetzt wird die Zone laut Gemeinderatsbeschluss mit 31. Oktober allerdings geschlossen.
Bedarf hat stark nachgelassen
Früher häuften sich Beschwerden von Anrainern, gleichzeitig „kam es wiederholt zu unsachgemäßer Nutzung und Beschädigungen der Einzäunung“, wird aus der Amtsstube mitgeteilt. „Wir bedauern die Schließung. Doch die Kosten stehen in keiner Relation zum Nutzen“, erklärt Bürgermeister Christian Wöhl (SPÖ). Einerseits seien die Ausgaben aufgrund von vielen Reparaturen höher als erwartet. Andererseits habe der Bedarf stark nachgelassen, die Hundefreilaufzone sei wenig frequentiert.
„Hunde sollen ihren Drang nach Bewegung ausleben“
Trotz aller Erklärungen aus dem Gemeindeamt ist die Entscheidung für so manchen Tierfreund in Hirm unerfreulich. „Im Ort und auf den Feldwegen herrscht Leinenpflicht. Die Zone nahe dem Feuerwehrstützpunkt war ideal, Hunde unbeschwert laufen zu lassen“, sagt eine Bewohnerin.
Die Reaktion aus der Amtsstube: „Über Jahre hinweg wurde alles versucht, die Nutzung des Areals in geordnete Bahnen zu lenken. Doch nicht jeder Tierhalter hielt sich an die Vereinbarungen.“
„Aufwand lohnt sich nicht“
Konkret gemeint sind unter anderem Besitzer, die ihre größeren Hunde Löcher unter die Einzäunung graben ließen, die bis zur Straße reichten. „Dort sind kleinere Hunde durchgeschlüpft und entkommen“, wird auf ein sich ständig wiederholendes Problem aufmerksam gemacht. „Stets wurden mit allen Seiten Gespräche geführt, oft Neustarts versucht – vergebens. Im Hinblick auf die Schäden lohnt sich der Aufwand nicht länger“, fasst Wöhl zusammen.
Was nun mit dem Areal passiert, ist offen. Feststeht, große Investitionen wird die Gemeinde nicht tätigen, schließlich handelt es sich bei dem Areal um ein Pachtgrundstück.
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