Erst eine Kampfansage mit religiösem Anstrich, dann die große Imagepolitur: Dreimal wurde der Aufruf zum Spendensammeln für Kopftuchstrafen bereits umgeschrieben, nun redet ein Verein mit. Wer genau liest, erkennt das alte Ziel. Familien, die das Verbot missachten, sollen ihre Strafen nicht selbst tragen müssen. GoFundMe hält das Geld zurück.
„Assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh“ – so begann am 9. September der Aufruf auf GoFundMe, nur Tage nachdem das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an Schulen in Kraft getreten war. Die Überschrift klang wie eine Kampfansage: „Nein zum Kopftuchverbot – hilf dabei, Strafen zu begleichen“. Dazu ein „in shaa Allah“, „so Gott will“. Ein Zeichen „für Solidarität, Religionsfreiheit und gleiche Rechte“ wolle man setzen. Gleiche Rechte – offenbar ohne gleiche Pflichten. Religion und Bußgeld in einem Atemzug – offener lässt sich Widerstand gegen ein Gesetz kaum verpacken.
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