Unruhe bei Wels Strom

Nach Rekordverlust muss der Geschäftsführer gehen

Oberösterreich
16.10.2026 09:37

Paukenschlag bei der Wels Strom. Nach nur vier Jahren muss Geschäftsführer Stefan Grassmann wieder gehen. Der Geschäftsbereich Energiesysteme verzeichnete im letzten Jahr einen Rekordverlust in der Höhe von 800.000 Euro. Die beiden Gesellschafter EWW Group und Energie AG schließen nun den defizitären Geschäftsbereich.

Mit 1. November 2022 trat Stefan Grassmann nach einstimmigem Beschluss der Generalversammlung seinen Job als neue Geschäftsführer der Wels Strom an. Er trat die Nachfolge von Friedrich Pöttinger an. Nun ist Grassmann ab 1. Dezember 2026 wieder Geschichte. Er wurde von der Energie AG, die 49 Prozent der Anteile an der Wels Strom hält, abberufen. Dem Vernehmen nach dürfte er aber bei der Energie AG bleiben. Die restlichen 51 Prozent an Wels Strom hält die EWW Group.

Verkauf scheiterte
Grassmann hat den Geschäftsbereich Energiesysteme zu verantworten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um den Verkauf und die Servicierung von Mikro-Gasturbinen, die häufig bei Kläranlagen eingesetzt werden. „Dieser Geschäftsbereich ist seit vielen Jahren schwankend. Zuletzt zeichnete sich aber ein noch nie dagewesener Verlust ab, weshalb der Verkauf angestrebt wurde. Trotz 96 Interessenten fand kein Verkauf statt“, erklärt EWW-Group-Chef Florian Niedersüß. Nun muss das Unternehmen einen Schließungsverlust in der Höhe von 800.000 Euro hinnehmen.

Dieser Verlust wird sich auch auf die Bilanz auswirken. „Jeder Verlust ist natürlich sehr schmerzhaft. Er wird aber keinen signifikanten Effekt haben. Die EWW Group hat einem Jahresumsatz von 400 Millionen Euro“, so Niedersüß.

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