Zuerst der Aufreger, nun die Einsicht und Entschuldigung: Kitzbühels frisch gekürter Stadtmarketing-Obmann bedauert seine vehemente Wortmeldung bei einer Tourismusdebatte, in der er den Kitzbühelern mangelnde Gastfreundschaft vorgeworfen hatte.
Für Kopfschütteln vieler Anwesender sorgte Gregor Gebhardt bei der Tourismusdiskussion „Vom Glanz zur Bilanz“ am Dienstag in Kitzbühel. Lautstark meldete er sich gegen die seiner Meinung nach einseitig negative Sicht auf Zweitwohnsitzbesitzer zu Wort – um mit dem giftigen Sager zu enden, dass es generell an Gastfreundschaft mangle. Pikant ist dies deshalb, weil der gebürtige Berliner seit 1. Oktober Obmann des Stadtmarketings ist.
Dass die „Krone“ von einem Eklat schrieb, kann der hauptberufliche Immobilien-Unternehmer durchaus nachvollziehen – und er zeigte auf Nachfrage Reue: „Das war in der Emotion und nicht gerade schlau.“
Ich will hier in Kitzbühel Positives voranbringen. Für die nicht ideale Wortwahl entschuldige ich mich.
Gregor Gebhardt
Eigentlich nur gegen ständige Debatten zu Zweitwohnsitzen
Er sei eben kein Politiker, fühle sich aber als Kitzbüheler und wolle nur das Beste für Einheimische und Gäste. Er bedauere seine Pauschalisierung in punkto mangelnder Gastfreundschaft – eher habe er die ständigen Debatten gemeint, die dazu führen, dass sich Gäste oder Wahl-Kitzbüheler nicht willkommen fühlen.
Vorschläge für Stadt und Platz für junge Unternehmer
Zugutegehalten wird Gebhardt, dass er ein engagiertes Maßnahmenbündel präsentierte und sich generell einbringe. Etwa, indem er die Initiative START.N für junge Unternehmen schuf. Ob aber seine Immo-Aktivitäten mit dem Stadtmarketing-Posten (auch wenn er nur ehrenamtlich ist) kompatibel sind? „Die Immobilienangelegenheiten sind privat“, sagt er dazu knapp. Die Stadtgemeinde blieb zu diesem Aspekt eine Antwort schuldig, betont aber, dass das Marketing ein Verein und kein direktes Anhängsel der Stadt sei.
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