Schock bei Netflix: In einer großen Kündigungswelle streicht der Streaming-Riese rund 1000 Stellen. Damit reagiert der Streaming-Marktführer auf ein langsameres Wachstun seines Geschäfts. Erst im September hat Netflix die Preise erhöht. In Österreich stieg der Basis-Preis von 8,99 auf 10,99 Euro pro Monat.
Die Co-Chefs Greg Peters und Ted Sarandos kündigten in einer E-Mail an die Mitarbeiter die Streichung von rund sechs Prozent der Arbeitsplätze an. Netflix hatte nach letzten Angaben Ende vergangenen Jahres rund 16.000 Beschäftigte. Damit dürfte der Abbau etwa 1000 Jobs treffen. Damit ist es der größte Stellenabbau seit 2022.
Nutzerzahlen selten veröffentlicht
Sarandos hatte vor einigen Wochen bei einem Konferenzauftritt gesagt, das Unternehmen wachse langsamer als ihm lieb wäre. Der Dienst ist die klare Nummer eins im Videostreaming-Geschäft mit mehr als 325 Millionen Kundenhaushalten nach jüngsten Angaben Ende 2025. Allerdings werden Nutzerzahlen nur noch unregelmäßig veröffentlicht.
Könnte Paramount Netflix gefährlich werden?
Im vergangenen Jahr versuchte Netflix, das Studiogeschäft des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers zu übernehmen – wurde aber vom Unterhaltungskonzern Paramount überboten. Paramount will nun versuchen, zusammen mit Warners Streamingdienst HBO Max einen starken Rivalen für Netflix zu schmieden.
Besonders Personal, Recht und Technologie betroffen
Laut der vom Branchenblatt „Variety“ veröffentlichten E-Mail sollen die Streichungen unter anderem die Bereiche Personal und Recht sowie Technologie treffen. Peters und Sarandos betonten demnach zugleich, dass Netflix weiterhin in wachstumsstarke Bereiche investieren werde. Man müsse allerdings diszipliniert sein und Prioritäten setzen, schrieben sie. Netflix legt kommende Woche aktuelle Quartalszahlen vor.
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