Ungefähr zweieinhalb Jahre nach der Einführung hat der Bundsschatz die 14-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Der Großteil der Einlagen entfalle auf private Anlegerinnen und Anleger, wie das Finanzministerium am Dienstag in einer Aussendung mitteilte.
Das Geldanlageprodukt der Republik steht grundsätzlich auch dem öffentlichen Sektor offen, darunter sind etwa Gemeinden, Länder, Universitäten, Museen oder Sozialversicherungsträger. Auf sie entfallen derzeit Einlagen in der Höhe von vier Millionen Euro. Intersektorale Veranlagungen können auf den gesamtstaatlichen Schuldenstand angerechnet werden. Auf diese Weise werde die Schuldenquote um knapp einen Prozentpunkt verringert, teilte das Finanzministerium mit.
„Schnell sein müssen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Selbstständige, die heuer ihren investitionsbedingten Gewinnfreibetrag mit einer Veranlagung in Bundesschatz geltend machen wollen. Der Gewinnfreibetrag für Wertpapierinvestitionen wird für die Veranlagungsjahre 2027-2029 ausgesetzt, Investitionen bis Ende des Jahres 2026 wirken sich jedoch noch steuermindernd aus“, heißt es in einer Aussendung des Finanzministeriums vom Dienstag. Unternehmen bekommen für eine Veranlagung von vier Jahren 3,1 Prozent Zinsen.
210.000 Konten eröffnet
Mit ungefähr zehn Milliarden Euro des investierten Volumens entfällt allerdings ein Großteil auf private Anlegerinnen und Anleger. Diese haben 210.000 Konten beim Bundesschatz eröffnet. Private können zwischen 2,45 Prozent für die einmonatige Laufzeit und 3,5 Prozent für die zehnjährige Laufzeit wählen. Zudem gibt es zwei grüne Bundesschatz-Laufzeiten mit einem halben Jahr und vier Jahren. Diese machen fast ein Drittel des privaten Volumens aus.
„Ich bin selbst ein zufriedener Bundesschatz-Sparer und freue mich, dass diese sichere und risikoarme Geldanlage so beliebt ist. Erfreulich ist auch die hohe Nachfrage nach dem grünen Bundesschatz“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Bundesschätze sind fixverzinste Wertpapiere, die direkt bei der Republik erworben werden können. Sie sind ab 100 Euro verfügbar.
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