„Anspannung und Angst“
Brasilianer nahm Kindergartenkinder als Geiseln
In Brasilien hat ein Mann 13 Kindergartenkinder als Geiseln genommen. Laut der Polizei war er mit einem Fahrrad zu der Einrichtung gekommen und über den Zaun geklettert. Dort verschanzte er sich dann mit den Kindern in einem Raum und drohte, den Kindergarten anzuzünden.
Tatsächlich habe er eine brennbare Flüssigkeit ausgegossen und ein Feuerzeug in der Hand gehalten, teilte die Polizei mit. Der Mann, der an Schizophrenie erkrankt ist, war zudem mit einem Messer und einer vermeintlichen Pistole bewaffnet, die sich später als Attrappe herausstellte. Die Polizei verhandelte laut eigener Aussage ungefähr drei Stunden mit dem Mann.
Dieser habe alle Kinder, die zwischen vier und fünf Jahre alt sind, um sich versammelt und eines auf seinen Knien festgehalten. „Als wir erkannten, dass die Kinder immer mehr außer sich gerieten und dass der Angreifer anfing, sie physisch anzugreifen, haben wir uns für ein taktisches Eingreifen entschieden, um ein größeres Unglück zu verhindern“, sagte der Chef der Militärpolizei Paraná, Alexandre Lopes Dias. Laut Medienberichten fielen mehrere Schüsse.
Hier sehen Sie ein Posting zu dem Vorfall:
Hintergrund unklar
Ein Kind wurde bei dem Vorfall in Curitiba verletzt. „Die 13 Kinder sind am Leben und in Sicherheit!“, schrieb der Bürgermeister von Curitiba, Eduardo Pimentel, nach dem Einschreiten der Polizei auf der Plattform Instagram. „Nach Momenten großer Anspannung und Angst ist das die Nachricht, auf die wir alle gehofft haben.“ Das Motiv des Geiselnehmers war zunächst unklar. Zudem war offen, ob er in einer Beziehung zu jemandem in dem Kindergarten stand.
In Brasilien gab es in den vergangenen Jahren wiederholt Angriffe in Kinderbetreuungseinrichtungen. Im April 2023 hatte ein Mann vier Kinder in einer Tagesstätte mit einer Axt getötet.

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