Mi, 17. Oktober 2018

RTL in Alta Badia

21.12.2014 14:12

Marcel Hirscher deklassiert die Konkurrenz

Was für eine Machtdemonstration! ÖSV-Ass Marcel Hirscher gewann den Riesentorlauf in Alta Badia am Sonntag mit 1,45 Sekunden Vorsprung auf US-Boy Ted Ligety und vor dem Franzosen Thomas Fanara (+1,48) auf dem dritten Platz. Zweitbester Österreicher wurde Routinier Benjamin Raich mit 3,33 Sekunden Rückstand und Rang 13.

Für Hirscher ist es der 27. Weltcupsieg seiner Karriere, der vierte in dieser Saison. Vergangenes Wochenende hatte der 25-Jährige bereits in Are Riesentorlauf und Slalom für sich entschieden. Als letztes Rennen vor Weihnachten bestreiten die Herren am Montag in Madonna di Campiglio noch einen Nachtslalom.

Hirscher hat in der ewigen Bestenliste Ski-Legende Franz Klammer hinter sich gelassen. Der Salzburger liegt damit ex aequo mit dem US-Amerikaner Phil Mahre auf Rang neun. Aus Österreich haben bisher nur Hermann Maier (54 Siege), Benjamin Raich (36) und Stephan Eberharter (29) mehr Weltcuperfolge eingefahren als der Salzburger.

Duell mit Jansrud geht weiter
Hirscher ließ sich auf der wie immer selektiven Gran-Risa-Strecke weder von einer Verkühlung noch von der flotten Kurssetzung bremsen. Der spektakuläre Schlagabtausch zwischen Hirscher und Kjetil Jansrud, der am Sonntag 14. wurde, geht damit munter weiter. Hirscher und Jansrud halten aktuell bei jeweils vier Saisonsiegen. Der Norweger war bis dato in allen sechs Speed-Rennen in den Top Drei, der Österreicher schaffte es in allen sechs Technik-Bewerben auf das Podest.

Vor dem Nachtslalom am Montag in Madonna di Campiglio führt Jansrud in der Gesamt-Wertung 70 Punkte vor Hirscher. Mit einem weiteren Sieg würde Hirscher also das Weihnachtsfest zum zweiten Mal nach 2011 als Gesamt-Leader feiern.

Hirscher: "Ich bin echt baff"
Hirscher führte in Alta Badia bereits zur Halbzeit und brachte den Sieg dann mehr als souverän ins Trockene. Dabei berichtete der Annaberger danach von einem eher holprigen zweiten Lauf. "Ich bin echt baff. Der zweite Durchgang hat sich nicht gut angefühlt. Ich kann fast nicht glauben, dass ich vorne bin", sagte Hirscher.

Die Kurssetzung vom Trainer der Norweger, Franz Gamper, im zweiten Lauf kostete Hirscher nur ein Lachen. "Meiner Meinung nach sind 90 km/h für einen Riesentorlauf zu viel. Aber es ist durchs Reglement abgedeckt, also gibt es keinen Grund zum Aufregen. So ein Lauf liegt halt Kjetil Jansrud um einiges besser als ein Zickzack-Kurs", so Hirscher.

Ligety fehlt "das nötige Selbstvertrauen"
Ligety lag nach dem ersten Durchgang nur auf Rang sieben, kämpfte sich aber noch auf Platz zwei. "Im ersten Lauf fehlte mir das Selbstvertrauen. Im zweiten Lauf habe ich dann mehr Risiko genommen. Ich bin happy, dass ich noch Zweiter geworden bin", bilanzierte Ligety. Zur derzeitigen Überlegenheit Hirschers im Riesentorlauf (vier Saisonrennen, drei Hirscher-Siege) meinte der Olympiasieger aus den USA: "Er hat das nötige Selbstvertrauen, ich hingegen nicht."

Der Rest des ÖSV-Teams tat sich wie meist in Alta Badia sehr schwer. Benjamin Raich hatte als 13. bereits 3,33 Sekunden Rückstand. Christoph Nösig belegte Rang 16. Matthias Mayer musste den zweiten bitteren Ausfall innerhalb von 24 Stunden hinnehmen. Im Super-G in Gröden war der Kärntner auf Podestkurs gewesen, krachte dann aber im Zielhang in ein Tor. In Alta Badia hatte der Abfahrts-Olympiasieger das beste Riesentorlauf-Ergebnis seiner Karriere vor Augen, schied aber als Halbzeit-Elfter im Finale aus.

Das Endergebnis

1.

Marcel Hirscher (AUT)

2:30,17

2.

Ted Ligety (USA)

2:31,62

+1,45

3.

Thomas Fanara (FRA)

2:31,65

+1,48

4.

Alexis Pinturault (FRA)

2:31,66

+1,49

5.

Felix Neureuther (GER)

2:31,90

+1,73

6.

Roberto Nani (ITA)

2:31,98

+1,81

7.

Filip Zubcic (CRO)

2:32,84

+2,67

8.

Fritz Dopfer (GER)

2:33,19

+3,02

9.

Gino Caviezel (SUI)

2:33,21

+3,04

10.

Marcus Sandell (FIN)

2:33,26

+3,09

11.

Victor Muffat-Jeandet (FRA)

2:33,33

+3,16

12.

Tim Jitloff (USA)

2:33,49

+3,32

13.

Benjamin Raich (AUT)

2:33,50

+3,33

14.

Kjetil Jansrud (NOR)

2:33,74

+3,57

15.

Andre Myhrer (SWE)

2:33,97

+3,80

16.

Christoph Nösig (AUT)

2:33,98

+3,81

17.

Ondrej Bank (CZE)

2:34,20

+4,03

18.

Henrik Kristoffersen (NOR)

2:34,33

+4,16

19.

Trevor Philp (CAN)

2:34,34

+4,17

20.

Carlo Janka (SUI)

2:34,50

+4,33

21.

Philipp Schörghofer (AUT)

2:34,55

+4,38

22.

Manuel Pleisch (SUI)

2:34,69

+4,52

23.

Mathieu Faivre (FRA)

2:34,91

+4,74

24.

Massimiliano Blardone (ITA)

2:35,33

+5,16

25.

Vincent Kriechmayr (AUT)

2:35,46

+5,29

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