Kurze Verschnaufpause

Hitzewelle nicht gebannt: 36 Grad kehren wieder

Chronik
08.08.2026 15:00

Die Steiermark wird heuer laut Meteorologen die meisten Hitzetage innerhalb eines Jahres messen. Nach einer derzeit kurzen „Abkühlung“ kehren nächste Woche 36 Grad zurück. Auch für Feuerwehren eine Herausforderung.

Das ganze Land knackt derzeit Hitzerekorde: In der Steiermark steht jener mit den meisten Hitzetagen bevor. Das sind Tage mit Werten über 30 Grad. In Graz wurden heuer bereits 37 solcher gemessen, davon 13 in Folge. „Wenn ich mir die Prognosen der nächsten Wochen anschaue, werden wir den Rekord in Graz locker brechen, wahrscheinlich auch an anderen Messstationen“, sagt Martin Kulmer von der GeoSphere Austria. Der bisherige Rekord liegt im Jahr 2003 mit 41 Hitzetagen – ein Ausreißer damals.

Von 7 zu bald über 40 Hitzetagen
Während in den 70er-Jahren im Schnitt sieben, in den 1990ern an die zehn bis 15 und in den 2000er-Jahren etwa 20 Hitzetage im Jahr normal waren, sind seit 2015 rund 30 Hitzetage laut Kulmer die Regel – die Zahl schnellt weiter rasant in die Höhe. „Dass sich Hitzewellen mehren und Extremtemperaturen höher werden, ist hoffentlich mittlerweile jedem bewusst“, so der Meteorologe.

Kurze Verschnaufpause
Und so ist auch derzeit nur eine kurze Hitze-Verschnaufpause in Sicht. Denn am Samstag und Sonntag pendeln sich die Temperaturen zwar noch auf 30 Grad etwa ein, am Montag und Dienstag sind aber schon wieder bis zu 34 Grad im Süden und Südosten möglich (rund 28 Grad in der Obersteiermark). Am Mittwoch und Donnerstag werden die Temperaturen knapp unter 30 Grad liegen, bevor es am Freitag mit 36 Grad im Süden und 33 Grad im Norden wieder sehr heiß wird. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit von Tropennächten – eine Nacht über 20 Grad – erneut.

Gewitter und trockene Böden werden zur Gefahr
Am Montag und Dienstag sind auch verbreitet Gewitter möglich. Diese hielten schon die letzten Tage die Feuerwehren auf Trab, vor allem im Bezirk Liezen. Denn Blitzeinschläge in Kombination mit ausgetrockneten Böden und ausgetrocknetem Laub auf den Bäumen erhöht die Waldbrandgefahr. „Die letzte Woche hatten wir fast jeden Tag Waldbrände. Derzeit ist alles abgearbeitet. Es war der ganze Bezirk betroffen“, sagt Christoph Schlüßlmayr vom Bereichsfeuerwehrverband Liezen Samstagmittag zur „Krone“.

Zitat Icon

Wir stehen natürlich immer bereit. Wir bereiten uns mit Übungen auf solche Szenarien vor.

Christoph Schlüßlmayr, BFV Liezen

Appell an die Bevölkerung: Bitte achtsam sein!
Erhöhte Bereitschaft gebe es nicht, denn „wir sind sowieso immer einsatzbereit und haben regelmäßie Übungen“, so der Feuerwehrmann. Aber man warnt die Bevölkerung und bittet darum, achtsam im Wald unterwegs zu sein, kein offenes Feuer zu machen und nichts wegwerfen, das sich entzünden könnte. 

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