Asylwerber in Oberösterreich lernen nicht nur eine Hausordnung kennen, sondern müssen seit dem vorigen Jahr auch einen Kurs abhalten, in dem sie die Grundwerte unseres Landes kennenlernen. Unterdessen geht die Anzahl der Anträge weiterhin stark zurück.
Als erstes Bundesland wurde im vorigen Jahr in Oberösterreich verpflichtende Grundregelkurse für Asylwerber in der Landesgrundversorgung eingeführt. Dabei sollen geltende gesellschaftliche Normen und Verhaltensregeln vermittelt werden. Seither wurden mit den Kursen bereits mehr als 1000 Asylwerber erreicht. „Die Grundregelkurse stellen ein wertvolles Format der Kulturvermittlung dar, was uns auch die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen“, zieht Volker Atteneder von der Volkshilfe, neben der Caritas eine der Partnerorganisationen für die Kurse, eine erste positive Bilanz
Die Asylwerber kommen oftmals aus Ländern mit völlig anderen Systemen und Wertvorstellungen. Sie brauchen daher ab Tag 1 Orientierung.

Landesrat Christian Dörfel (ÖVP)
Bild: Horst Einöder/Flashpictures
„Die Asylwerber kommen oftmals aus Ländern mit völlig anderen Systemen und Wertvorstellungen. Sie brauchen daher ab Tag 1 Orientierung und müssen wissen, was bei uns geht und was nicht, unabhängig davon, wie lange sie bei uns bleiben dürfen“, betont zudem Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP). Eine der Bestandteile der Kurse ist auch die neue oö. Hausordnung, sozusagen das kleine 1x1 des Zusammenlebens. Sie enthält klare Regeln, Werte und Prinzipien.
Zahl der Anträge rückläufig
Unterdessen gehen allerdings die Zahlen der Asylanträge in Oberösterreich weiterhin stetig zurück. Mit Stand März 2026 sind 2224 Personen (Asylwerber, subsidiär Schutzberechtigte) in der Landesgrundversorgung – ein Rückgang um mehr als 1115 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Stärkste Nationen sind weiterhin Syrien (1005 Personen), gefolgt von Afghanistan (220) und der Türkei (219 Personen).
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