Nicht nur Glückwünsche

So reagiert die Politik auf Fellner als neuen LH

Kärnten
07.04.2026 14:00

Nicht nur Gratulationen erwarteten den neu gewählten, aber noch nicht angelobten Landeshauptmann von Kärnten, Daniel Fellner, am Dienstag. Von der Opposition hagelt es Forderungen.

Nach der Wahl im Landtag wurde die Sitzung am Dienstag für eine halbe Stunde unterbrochen: „Für Gratulationen“, begründete der erste Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, der dem neuen LH ebenfalls Glückwünsche aussprach. Eine lange Reihe bildete sich im Sitzungssaal, neben der eigenen Familie und Alt-Landeshauptmann Peter Kaiser gratulierten

Daniel Fellner mit seiner Frau und den drei Söhnen – sie schauten am Dienstag von der ...
Daniel Fellner mit seiner Frau und den drei Söhnen – sie schauten am Dienstag von der Zuschauertribüne aus zu.(Bild: APA/WOLFGANG JANNACH)
Ein alter und ein neuer Landeshauptmann: Auch Kaiser gratulierte Fellner.
Ein alter und ein neuer Landeshauptmann: Auch Kaiser gratulierte Fellner.(Bild: APA/WOLFGANG JANNACH)
Marika Lagger-Pöllinger ist neue Landesrätin, Daniel Fellner Landeshauptmann.
Marika Lagger-Pöllinger ist neue Landesrätin, Daniel Fellner Landeshauptmann.(Bild: APA/WOLFGANG JANNACH)

Als eine der Ersten außerhalb der SPÖ und dem Landtag gratulierte Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten, Fellner zur Wahl zum Kärntner Landeshauptmann – und gab ihm auch gleich ein paar Aufgaben mit: „Alles Gute und viel Kraft. Menschen müssen sich in unserem Bundesland aufgrund explodierender Wohn- und Lebenserhaltungskosten fragen, wie sie sich ein Zuhause schaffen sollen. Und gleichzeitig werden ganze Kulturlandschaften an unseren Seen für Zweitwohnsitze und Spekulationsbauten zerstört. Das kann ja wohl nicht sein!“

Ebenfalls per Aussendung gratulierten die Mitglieder des ÖVP-Landtagsklubs – Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber fand mahnende Worte: „Ein Wechsel an der Spitze ist ein besonderer Moment – aber entscheidend ist, dass die Arbeit für Kärnten konsequent weitergeht. Es wartet genug Arbeit auf uns alle.“ Klubobmann Markus Malle unterstrich: „Die Welt ist im Umbruch, und auf Kärnten kommen große Aufgaben zu – wir müssen Kärnten durch die Krise führen und zukunftsfit aufstellen.”

FPÖ zu Fellner: „Das ist kein Neustart“
Keine Gratulation, dafür aber eine Forderung gab es von NEOS-Landessprecher Janos Juvan: „Daniel Fellner hat jetzt die Chance, einen echten Neustart einzuleiten. Dafür braucht es aber die Bereitschaft, das System ehrlich zu hinterfragen. ,Das haben wir immer schon so gemacht‘ darf in Kärnten nicht länger als Ausrede herhalten.“ Reformen, die sich die Kärntner nun erwarten würden, seien „keine Kür, sondern dringend notwendige Pflicht. Jeder weitere Aufschub macht die Last für kommende Generationen noch schwerer.“

„Das ist kein Neustart, das ist eine Fortführung der Ära Peter Kaiser“, sagte FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer bei seiner Wortmeldung nach Fellners erster Rede im Landtag. Für ihn sei klar: Bei der Kärntner Landtagswahl im Jahr 2028 würde es „eine Bilanz“ für Fellner und seinen Koalitionspartner Gruber geben. Eine Neuwahl wurde nicht ermöglicht, so der blaue Klubobmann-Stellvertreter Josef Ofner – er und Angerer forderten ja erst kürzlich vorgezogene Landtagswahlen.

Vizekanzler gratuliert
„Daniel Fellner wird den Kärntner Erfolgskurs mit all seiner Erfahrung, mit Mut und Entschlossenheit fortsetzen – davon bin ich überzeugt“, so Vizekanzler und SPÖ-Parteivorsitzender Andreas Babler und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim: „Daniel Fellner steht für soziale Gerechtigkeit, er kämpft für sichere Jobs, die beste Bildung von Anfang an und die beste Gesundheitsversorgung. Er wird die Kärntner Geschicke erfolgreich lenken und wie sein Vorgänger Peter Kaiser für Ordnung in seinem Bundesland sorgen.“

Gratulationen erreichten Fellner auch aus Niederösterreich: „Ich wünsche Daniel Fellner für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Kraft, Erfolg und eine glückliche Hand“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Sie freue sich auf eine „gute und konstruktive Zusammenarbeit“, wie sie betont: „Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es ein starkes Miteinander der Bundesländer. Gemeinsam werden wir uns für die Interessen der Länder einsetzen – und zugleich Verantwortung für das gemeinsame Ganze in unserer Republik und die Bedeutung starker Regionen in einem vereinten Europa übernehmen.“

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