Nach Studien-Desaster:

„Deutschförderung im Kindergarten ausbauen“

Vorarlberg
13.03.2026 13:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Vorarlberger Grünen bringen nach den desaströsen Ergebnissen bei der aktuellen Kompetenzmessung des Bildungsministeriums in Sachen Lesen, Schreiben und Rechnen eine Landtagsanfrage ein. Damit die Vorarlberger Volksschüler künftig besser abschneiden, müsse man mit der Sprachförderung viel früher ansetzen, meint Bildungssprecherin Eva Hammerer. 

„Diese Zahlen sind ein klarer Weckruf. Die Landesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen und die Verantwortung nach Wien abschieben. Es ist Zeit, dass Schwarz-Blau Kinder wieder in den Mittelpunkt stellt und in ihre Zukunft investiert, statt auf ihrem Rücken zu sparen“, betont Hammerer. Mit ihrer Anfrage will sie wissen, was die Landesregierung gegen die unzureichenden Sprach- und Lesekompetenzen von Kindern in Vorarlberg unternimmt.

Schlechter als im Österreich-Schnitt
Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf: 9 Prozent der Volksschüler erreichen in Mathematik den Bildungsstandard nicht, beim Lesen sind es 17 Prozent. Im Fach Deutsch – sowohl beim Zuhören als auch bei der Textproduktion – liegen jeweils 15 Prozent unter dem Bildungsstandard. „Insgesamt schneiden Vorarlbergs Schüler schlechter ab als im Österreich-Schnitt. Das können wir nicht einfach so hinnehmen“, poltert Hammerer.

In ihrer Anfrage will sie unter anderem wissen, welche Ursachen die Landesregierung für diese Entwicklung sieht, welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren gesetzt wurden und welche konkreten Schritte geplant sind, um die Deutschförderung in Kindergärten und Schulen zu stärken.

Mehr Personal und bessere Ausbildungsstukturen
Für die Mitstreiter in ihrer Partei ist klar: Sprachförderung muss deutlich früher ansetzen. „Wir müssen die Deutschförderung im Kindergarten massiv ausbauen, damit alle Kinder mit guten Deutschkenntnissen und fairen Chancen in die Volksschule starten – unabhängig von ihrem Elternhaus“, betont Hammerer. Dafür braucht es mehr Personal und bessere Ausbildungsstrukturen. „Sprachförderung funktioniert nur mit genügend Fachkräften. Deshalb brauchen wir endlich einen zweiten, öffentlichen Ausbildungsstandort für Elementarpädagogik im Unterland.“

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