Vier Jahre Krieg
500 Milliarden für Ukraine-Wiederaufbau notwendig
Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat bis Ende 2025 Schäden von rund 165 Milliarden Euro verursacht. Besonders betroffen sind vor allem der Osten des Landes und das Gebiet um Kiew. Für den Wiederaufbau werden nun fast 500 Milliarden Euro gebraucht, wobei die EU eine wichtige Rolle spielen will.
Am Dienstag jährt sich der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine genau vier Jahre – am 24. Februar 2022 haben russische Truppen die Ukraine überfallen. Seitdem versucht das Land mit internationaler Unterstützung den Aggressor abzuwehren.
In den vier Jahren wurden in der Ukraine ganze Ortschaften dem Erdboden gleichgemacht. Besonders die Ostukraine und die Region rund um die Hauptstadt Kiew wurden zerstört – 75 Prozent des Gesamtschadens seien in den Gebieten an der Front verzeichnet worden.
Für den Wiederaufbau des Landes dürften in den nächsten zehn Jahren knapp 500 Milliarden Euro nötig sein. Vor allem der Wohnungsbau, der Verkehrssektor und die Energieversorgung seien zerstört worden. Fast ein Drittel des direkten Schadens macht dabei der Wohnungsbau aus, der Verkehrssektor gut ein Fünftel.
Gesamtschaden des Kriegs
Zwischen dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 und Ende Dezember 2025 beläuft sich der Gesamtschaden auf etwa 165 Milliarden Euro. Das besagt ein gemeinsamer Bericht der Weltbank, der Europäischen Kommission, der ukrainischen Regierung und der Vereinten Nationen. Somit hat der Angriffskrieg auf die Ukraine innerhalb der knapp vier Jahre laut einer neuen Schätzung einen direkten Schaden von fast 170 Milliarden Euro verursacht.
Weiter hieß es in dem Bericht: „Stand 31. Dezember 2025 sind ein Siebtel des Wohnungsbestands, also mehr als drei Millionen Haushalte, beschädigt oder zerstört.“ Verglichen mit dem Bericht des vergangenen Jahres sei der Schaden im Energiesektor um gut ein Fünftel gestiegen.
Privatwirtschaft soll investieren
Beim Wiederaufbau des Landes wird in einigen Bereichen besonders viel Geld gebraucht. Am meisten für Wohnungen, Verkehr und Energie – jeder dieser Bereiche macht etwa knapp ein Sechstel der gesamten Kosten aus. Bis 2035 wird auch viel Geld für Handel und Industrie, Landwirtschaft, soziale Unterstützung und die Beseitigung von Minen gebraucht.
Die Europäische Union will weiter eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau spielen. Auch private Unternehmen sollen Geld investieren. Seit Februar 2022 wurden schon dringende Reparaturen im Wert von mindestens 17 Milliarden Euro umgesetzt – vor allem für Wohnungen, Energie, Bildung, Verkehr und andere „essenzielle Sektoren“. Insgesamt wurden seit Kriegsbeginn über 75 Milliarden Euro an Hilfen gesammelt.
UN-Koordinator Matthias Schmale verwies indes darauf, dass es beim Wiederaufbau des zerstörten Landes vor allem auf die Menschen ankomme. „Das wichtigste Kapital der Ukraine sind ihre Menschen.“ Er verwies dabei auch auf die Rückkehr von Flüchtlingen, der Reintegration von Veteranen sowie die Förderung der Beschäftigung von Frauen.









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