Bis zu 500 Arbeitsplätze will der Innviertler Motorradhersteller KTM im laufenden Jahr abbauen – nun wurden die ersten Betroffenen informiert. Die Motohall in Mattighofen soll unterdessen trotz des laufenden Sparprogramms – zumindest „bis auf Weiteres“ – geöffnet bleiben.
Motorradhersteller KTM aus Mattighofen ist nach seiner Milliarden-Pleite nach wie vor auf Sparkurs. Im Jänner haben die Innviertler angekündigt, 500 weitere Stellen abzubauen – 420 davon entfallen, wie von der „Krone“ berichtet, auf Österreich.
Nun hat das Unternehmen begonnen, die Betroffenen zu informieren: Die ersten Kündigungen wurden in der abgelaufenen Woche ausgesprochen. „Der Stellenabbau wird bis Ende des Jahres abgeschlossen sein“, heißt es von KTM – ursprünglich war das bis zur Jahresmitte geplant gewesen. Für die Betroffenen stehen ein Sozialplan sowie Plätze in der Arbeitsstiftung von Land und AMS Oberösterreich bereit – darin können sich Teilnehmer mit finanzieller Unterstützung eine bestimmte Zeit lang weiterbilden. 300 Plätze sind in der Stiftung noch frei.
Motohall „bis auf Weiteres“ geöffnet
Indessen wird spekuliert, ob dem Sparprogramm von KTM auch die Motohall – ein als Museum deklarierter Firmen-Schauraum in Mattighofen – zum Opfer fällt. Das Projekt erhielt in der Vergangenheit eine umstrittene Förderung von 1,2 Millionen Euro aus dem Kulturbudget des Landes.
„Im Zuge des Effizienzprogramms setzen wir unterschiedliche, insbesondere strukturelle Maßnahmen, um Kosten zu reduzieren, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und uns damit langfristig stabil aufzustellen“, heißt es dazu auf Anfrage von KTM. „Die Motohall bleibt dabei bis auf Weiteres wie gewohnt geöffnet.“
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