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Frauenwehrpflicht: „Fair wäre es.“

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25.01.2026 16:17
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Die Debatte um eine Ausweitung des Wehrdienstes auf Frauen schlägt hohe Wellen. Verteidigungsministerin Tanner (ÖVP) lehnt eine Verpflichtung für Frauen derzeit explizit ab. Die „Krone“-Leser diskutieren derweil hitzig darüber, ob hier ein historisches Unrecht korrigiert oder lediglich eine neue Belastungswelle losgetreten wird.

In Österreich wird aktuell darüber diskutiert, den Wehr- und Zivildienst zu verlängern und ihn auch für Frauen verpflichtend zu machen. Ein konkreter Vorschlag des ÖAAB fordert einen einjährigen „Staatsbürgerdienst“ für beide Geschlechter, um den Personalmangel beim Militär und in sozialen Einrichtungen auszugleichen. Während Befürworter darin einen wichtigen Schritt für die Sicherheit des Landes sehen, lehnt die Verteidigungsministerin eine Verpflichtung für Frauen derzeit ab.

Gleichberechtigung als zweischneidiges Schwert
In der Community wird der Ruf nach Fairness laut, doch er ist oft mit Frust über das bestehende System verbunden. Viele sehen die einseitige Pflicht für Männer als überholt an. Leser KroneLeser32672226 fasst es schlicht zusammen: „Fair wäre es“.

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KroneLeser3267226
Fair wäre es.
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Für GrosserKater darf Gleichberechtigung „keine Einbahnstraße sein“. Er argumentiert, dass vermeintliche Hindernisse wie die Kinderbetreuung für die meisten 18-Jährigen ohnehin noch kein Thema seien. Auch Leanmanagement sieht in der aktuellen Gesetzeslage eine „ursprüngliche Unverhältnismäßigkeit“, schlägt aber einen Kompromiss vor: Für Frauen müsse es nicht zwingend das Militär sein, sondern ein „erweiterter Dienst an der Gesellschaft“. 

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GrosserKater
Ja, entweder für alle oder keinen. Gleichberechtigung soll keine Einbahnstraße sein. Kinderbetreuung ist bei den wenigsten 18 jährigen ein Thema und falls doch, kann man Ausnahmeregelungen treffen
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Leanmanagement
Eindeutig ja, da die einseitige Verpflichtung von Männern auf einen historisch "formal falschen" Gesetz beruht, welches eben politisch so gewollt war, aber den Gleichheitsgrundsatz ignorierte.
Als das Gesetz dann trotz dieser Widrigkeit als "formal legitimiertes" Gesetz in die Verfassung mündete, kann es selbst der VfGH trotz ursprünglicher Unverhältnismäßigkeit nicht mehr aufheben.

Es müsste für Frauen ja nicht das Militär, sondern könnte auch eine Art Zivildienst (erweiterter Dienst an der Gesellschaft) im gleichen Ausmaß sein .
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Chance für den sozialen Bereich?
Viele sehen in einer Ausweitung des Dienstes eine Chance für den sozialen Bereich. Mc350f spricht sich für ein „verpflichtendes soziales Jahr“ für alle aus, wobei man sich aussuchen könne, ob man zum Heer oder in eine soziale Einrichtung geht. Und dass Frauen auch den Aufgaben im Heer gewachsen sind, sieht man laut EhemalsSchwoaz bereits bei der Polizei – daher gebe es keinen Grund, warum das beim Bundesheer anders sein sollte.

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mc350f
ich bin für ein verpflichtendes soziales jahr, für alle. m/w/d
wer will kann den dienst an der waffe absolvieren in 8 monaten und ist damit durch.
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EhemalsSchwoaz
Bei der Polizei und der Parkraumüberwachung funktioniert es ja auch bestens mit Frauen,
warum also sollte das Bundesheer Extrawürste bekommen?
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Gleichberechtigung – aber bitte konsequent!
Demgegenüber gibt Pumuckl666 zu bedenken, dass Frauen bereits heute den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit leisten und durch Teilzeit oft niedrigere Pensionen erhalten. Sie kritisiert, dass der Ruf nach Gleichstellung bei diesen strukturellen Nachteilen oft auffallend leise bleibe.

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Pumuckl666
In Österreich wird oft vom Gleichheitsgrundsatz gesprochen. In der Praxis scheint er jedoch selektiv angewendet zu werden. Besonders Frauen tragen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, gehen häufiger in Karenz und reduzieren ihre Erwerbsarbeit – mit langfristigen Folgen wie deutlich niedrigeren Pensionen. Bei diesen strukturellen Ungleichheiten bleibt der Ruf nach Gleichstellung auffallend leise, während bei anderen Themen lautstark Gleichheit eingefordert wird.
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Eugenius1
So lange Frauen nicht den gleichen Gehalt bekommen wie Männer, bin ich dagegen. Frauen würden dadurch weitere Zeit (Einzahlungen) für ihr Pendionskonto verlieren.
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sobini
Auch die Pflege bleibt meist an der Frau hängen! Auch das reduziert die Beitragsjahre erheblich!
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Wie stehen Sie zu diesem Thema? Ist die Wehrpflicht für Frauen der letzte notwendige Schritt zur völligen Gleichberechtigung oder eine zusätzliche Belastung? Wie stellen Sie sich ein faires System in dieser Hinsicht vor? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung zum Thema und freuen uns auf Ihre Kommentare!

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