Ein Elektrobus, der die Steigung nicht schafft – Fahrgäste müssen aussteigen und den Fußmarsch antreten: Kein Scherz! In Innsbruck kam es zuletzt mehrfach zu solchen Vorfällen. Der Betreiber hat bekanntlich eine Erklärung dafür und hofft auf eine baldige Problemlösung. Im Netz gehen Videos jedenfalls viral, sorgen die Pannen für jede Menge Spott.
„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“ – dieses altbekannte Sprichwort trifft in diesem Fall wohl bestens zu. Millionenfach werden Videos zu den Pannen-Bussen derzeit auf Social-Media-Kanälen angesehen, geteilt und kommentiert. Während andere die E-Mobilität – auch im Öffi-Verkehr – verteidigen, das Softwareproblem in den Vordergrund rücken und betonen, dass auch Dieselfahrzeuge jederzeit stranden können, sind die Vorfälle in Innsbruck Wasser auf den Mühlen der Kritiker.
Fußmarsch für Passagiere über Steigung
Was war passiert? Der Weg vom Innsbrucker Schusterbergweg zum Stadtteil Arzl ist steil. Offenbar zu steil für so manchen Bus mit Elektroantrieb. Fahrgäste müssen des Öfteren aussteigen und nach oben marschieren, weil die Gefährte nicht ihre volle Leistung bringen. So passiert etwa erst am vergangenen Mittwochnachmittag.
„Eine super starke Leistung“
Die „Krone“ berichtete über diesen kuriosen Vorfall, der daraufhin auf den unterschiedlichen Kanälen für hitzige Diskussionen und auch Spott sorgte. Folgend ein kleiner Auszug von den Tausenden Wortmeldungen:
Da können die Passagiere froh sein, dass sie den Bus nicht auch noch hinaufschieben mussten.
Fairy1210
auf krone.at:
Mann sollte bei den Sitzen Pedale einbauen, damit die Fahrgäste den Bus unterstützen können. Da wird man die notwendige Leistung wohl erreichen.
Thinktank-Ableger
auf krone.at:
Super starke Leistung.
detlefpaul:
auf Instagram:
Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast zum Lachen.
Manfred L.:
auf Facebook:
Willkommen in der Zukunft: Hightech-Busse, die vor dem Berg kapitulieren und ihre Fahrgäste zum Wandertag motivieren.
Ottstorf86:
auf krone.at:
Software-Problem sorgt für keine volle Leistung
Vonseiten des Verkehrsverbundes Tirol hieß es auf „Krone“-Nachfrage, dass man Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste bedauere. Gleichzeitig verwies man auch auf jenes Verkehrsunternehmen, das die E-Busse auf der Linie im Dezember in Betrieb genommen hat.
Dieses lieferte daraufhin auch den Grund für diese Zwischenfälle: „Vereinzelt gibt es ein Software-Problem. Das tritt nur beim Bergauffahren auf, wodurch den Bussen ihre volle Leistung nicht freigegeben wird und das zur Überhitzung führen kann.“ Das seien „Anfangsschwierigkeiten“ der Herstellerfirma, hieß es.
Mit einer Lösung sei zeitnah zu rechnen. Jedoch könne der Hersteller die neue Software erst dann aktualisieren, wenn diese autorisiert ist. Dies könne bis zu zwei Monate dauern. „Wir rechnen damit, dass das bis Ende Februar oder Anfang März erfolgt.“ Der Hersteller habe als Notmaßnahme acht Dieselbusse zur Verfügung gestellt, die ebenfalls im Einsatz sind.
Keine Probleme auf anderen Strecken
Laut dem Tiroler Verkehrsunternehmen trete das Problem nur bei der Steigung am Schusterbergweg auf. Auch dort würden die Zwischenfälle aber eher zur Seltenheit zählen: „Jeden Tag fahren dort zehn Busse hoch. Es ist äußerst selten.“ Solche Schwierigkeiten bei neuen Fahrzeugen würden auch bei Dieselprodukten auftreten, „da fällt es aber nicht so auf“.
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