14-Jährige in Windeln
Mutter wollte „Babys“: Buben „aus Hölle“ gerettet
In Riverdale im New Yorker Stadtteil Bronx steht eine 64-jährige Frau wegen schwerer Kindesmisshandlung vor Gericht. Polizisten hatten ihre 14-jährigen Zwillingssöhne in einem extrem unterernährten Zustand aus der gemeinsamen Wohnung gerettet.
Ermittlungen zufolge soll die Frau die Buben über neun Jahre isoliert und ihnen medizinische Versorgung verweigert haben. Geeignete Nahrung hätte es nicht gegeben. Nur Kleidung, Spielzeug und Babynahrung für Kleinkinder wurden gefunden.
14-Jährige mit Fläschchen gefüttert
Nach Angaben von Nachbarn und Ermittlern habe die Angeklagte gewollt, dass ihre Söhne „für immer Babys“ bleiben. Deshalb habe sie die beiden jahrelang in Windeln gesteckt und mit Fläschchen gefüttert. Ihr „netter“ Ehemann habe die Frau dabei unterstützt.
Ich habe der Polizei bereits vor zehn Jahren Hinweise gegeben. Diesen wurde nicht nachgegangen. Da hat jemand seinen Job nicht gemacht!
Eine Nachbarin der Angeklagten
Immer wieder sei er dabei gesehen worden, wie er Säcke voller Lebensmittel in die Wohnung zerrte, berichten Nachbarn. Besorgte Fragen, ob die „Buben noch da“ seien, hätte der Mann stets bejaht. Er würde seine Söhne „zu Hause unterrichten“, die beiden würden „nie nach draußen gehen“. Nachbarn berichten jedoch auch, dass der Mann von seiner Frau oft an der Tür abgewiesen oder sogar geschlagen wurde. Mehrmals hätte auch er die Kinder nicht sehen dürfen.
Zehn Jahre lang Hinweise ignoriert
Wie bekannt wurde, hatten Behörden über zehn Jahre hinweg immer wieder anonyme Hinweise erhalten. Doch erst im Oktober 2025 schritten Beamte ein. Eine Nachbarin gab gegenüber der „New York Post“ bekannt: „Das hätte nicht so lange dauern dürfen. Ich habe der Polizei bereits vor über einer Dekade Hinweise gegeben. Diesen wurde nicht nachgegangen. Da hat jemand seinen Job nicht gemacht!“
„Wie in Horrorfilm!“
Nur einmal hätte jemand die Buben sehen wollen, berichtet sie weiter. Die Mutter aber hätte die Beamten vom Jugendamt aber „einfach nicht in die Wohnung gelassen“. Danach sei niemand mehr gekommen. Nun aber seien die Buben endlich in Sicherheit. „Sie mussten die beiden mitnehmen, sie sahen aus wie aus einem Horrorfilm!“
Buben zuletzt als Kleinkinder von Nachbarn gesehen
Ein anderer Nachbar gab zu Protokoll: „Ich habe die Buben zuletzt gesehen, als sie ein oder zwei Jahre alt waren. Sie hatten langes, blondes Haar und schienen gesund. Das war auch das letzte Mal.“ Berichtet wird, dass sich die Frau vor der Geburt der Zwillinge sehnlichst eine Familie gewünscht habe. Hätte man sie darauf angesprochen, sei sie „verzweifelt in Tränen ausgebrochen“. Mit 50 Jahren hätte sich der Wunsch der Frau mit der Geburt der Zwillinge jedoch endlich erfüllt.
Drei Monate im Krankenhaus
Als die Buben aus der Wohnung befreit wurden, wogen die beiden nur noch 23 bzw. 25 Kilogramm. Das ist weniger als die Hälfte des für dieses Alter empfohlenen Gewichts. Sie seien „zart und klein wie Achtjährige“ erschienen. Drei Monate lang wurden die beiden im Montefiore Children’s Hospital behandelt und anschließend in häusliche Obhut in eine Pflegefamilie gegeben. Einer der Buben soll Autist sein, der nun auch endlich behandelt werden könne.
Die Mutter hat sich „nicht schuldig“ bekannt, wurde in diversen Punkten angeklagt. Gegen eine Kaution von 25.000 Dollar befindet sie sich auf freiem Fuß. Im Februar dieses Jahres muss sie sich vor Gericht verantworten.









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