140.000 Bewerbungen

Die Bundesbahnen erfreuen sich regem Zulauf

Wirtschaft
23.01.2026 07:00

Mit Rekordbewerbungszahlen und der eröffneten Koralmtunnel-Strecke starten die österreichischen Bundesbahnen in ein spannendes Jahr. Der Blick zum Nachbarn Deutschland zeigt aber Herausforderungen durch Streckensanierungen, die im Personen- und Güterverkehr noch zu viel Kopfschmerzen führen könnten.

In einer Zeit, in der die Menschen nach Sicherheit und Planbarkeit suchen, freuen sich die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) als viertattraktivster Arbeitgeber über starken Zulauf. Das bescheinigt eine Studie der IFES im Jahr 2025. Insgesamt 140.000 Bewerbungen erhielt der staatliche Konzern im letzten Jahr – ein Rekordwert und um 20.000 mehr als im Vorjahr.

Durch die aktuelle Pensionierungswelle brauche man in den nächsten paar Jahren stetig etwa 4000 bis 5000 neue Arbeitskräfte jährlich, erklärt ÖBB-Chef Andreas Matthä. Zu Spitzen bei den Einstellungen kam es zuletzt mit der Eröffnung des Koralmtunnels. Ein ähnlicher Anstieg wird voraussichtlich bei der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels Ende 2029 erwartet.

„Verspätung in einem Nachbarland“
Die jährlich über drei Milliarden investierten Euro in die Infrastruktur dürften sich auszahlen, immerhin attestierte sich die ÖBB eine Pünklichkeitsrate von 94 Prozent im Jahr 2025. Die deutschen Nachbarn, die aufgrund von großem Sanierungsbedarf an der Bahninfrastruktur in den kommenden zehn Jahren für viele Sperren sorgen werden, bereiten allerdings auch hierzulande Kopfschmerzen.

Für Streckenumleitungen geben die ÖBB aktuell alleine im Güterverkehr für die einjährig gesperrte Route Passau–Regensburg zwei Millionen Euro aus. Auch die im Jahr 2027 gesperrte Strecke von Freilassing nach Rosenheim, die vor allem den Personenverkehr stark beeinträchtigen wird, wird hohe Umleitungskosten verursachen, „die man dem Kunden nicht weitergeben kann“, wie Matthä ergänzt.

Bei der ÖBB-Gütertochter Rail Cargo Austria (RCA) werde man dieses Jahr genau wie im Vorjahr im Minus bleiben. Das liege laut Matthä auch an der schwächelnden Industrie. Hoffnung gebe dabei nun die geplante Industriestrategie bis 2035 der Regierung, der kommende Industriestrompreis sowie ein eigenes Umstrukturierungsprogramm, damit das Geschäft im Folgejahr wieder florieren könne.

Nur geringe Erhöhungen bei den Ticketpreisen
Im Hinblick auf die andauernde Teuerung hierzulande erklärt der Chef der Österreichischen Bundesbahnen: „Es ist, glaube ich, gute Tradition, dass der Ticketpreis nicht ein Inflationstreiber ist.“ Die Preissteigung der Tickets würden über einen längeren Zeitraum betrachtet stets „unter den Inflationsraten“ liegen. Statt jährlicher Anpassungen werden die Preise nur alle paar Jahre erhöht – dabei erfolgen die Anpassungen dann aber gebündelt.

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