Strafantrag fertig

Suizid-Droher muss sich vor Gericht verantworten

Oberösterreich
22.01.2026 08:00

Er wollte sich offenbar von einem Polizisten erschießen lassen und legte es auf eine Konfrontation mit den Beamten an. Der Schuss fiel, der 61-jährige Oberösterreicher wurde auch getroffen, aber Ärzte retteten sein Leben. Jetzt ist es fix: Er muss sich vor Gericht verantworten.

„Die Staatsanwaltschaft hat einen Strafantrag beim Landesgericht Linz eingebracht“, bestätigt Linda Ebert von der Anklagebehörde auf „Krone“-Anfrage. Vorgeworfen wird dem Mühlviertler aus dem Bezirk Rohrbach, er habe eine gefährliche Drohung ausgesprochen und Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet.

Zitat Icon

Bei einer Verurteilung wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt drohen dem Beschuldigten sechs Monate bis fünf Jahre Haft. 

Linda Ebert, Staatsanwaltschaft Linz

Bekannte schlug Alarm
Anfang September hatte eine Bekannte des 61-Jährigen Alarm geschlagen und gemeldet, dass dieser mit einer Schusswaffe unterwegs sei, mit der er vor ihren Augen hantiere. Er habe Suizid angedroht, und angeblich sei auch von einem Massaker die Rede gewesen.

Die Polizei verfolgte den 61-Jährigen. Dieser durchbrach sogar eine Straßensperre, sein Wagen blieb danach in einer Wiese in St. Oswald bei Haslach stecken. Als Beamte den Mann ansprachen, drehte er sich um und zielte mit seiner Pistole, die er legal besaß, auf einen der Polizisten. Daraufhin fiel der Schuss aus der Dienstwaffe, der den 61-Jährigen im Bauch traf.

Gegen den Mann läuft wegen des Schusswaffengebrauchs übrigens auch ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft, das aber noch offen ist. 

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