Sein taktisches Kalkül hat sich für Ricky Brabec ausgezahlt. Der Honda-Pilot steht nach einem Triumph auf der vorletzten Etappe vor seinem dritten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar.
Der US-Amerikaner hatte seine Führung am Vortag absichtlich abgegeben, um am Freitag hinter seinem Rivalen Luciano Benavides starten zu können. Diesen Vorteil nutzte Brabec. Der 34-Jährige geht mit 3:43 Minuten Vorsprung auf KTM-Pilot Benavides ins 105 km kurze Schlussteilstück am Samstag.
Benavides musste Spuren setzen
Benavides musste ab circa der Hälfte der 305 gezeiteten Kilometer die Navigation übernehmen und die ersten Spuren setzen, wurde aber dennoch Etappenzweiter. „Wir haben etwas Zeit verloren, aber ich bin glücklich, 100 Prozent gegeben zu haben und noch im Kampf dabei zu sein“, erklärte der Argentinier, nach dem Schlüsselbeinbruch des immer noch fünftplatzierten Australiers Daniel Sanders (58:31 Minuten zurück) die größte verbliebene KTM-Hoffnung auf den dritten Dakar-Sieg in den jüngsten vier Ausgaben.
„Glauben bis zum Ende daran“
„Wir glauben bis zum letzten Kilometer daran“, versicherte Benavides. Brabec gilt nach dem 13. Dakar-Tagessieg seiner Karriere, dem zweiten in diesem Jahr, aber als der große Favorit. Der Gesamtsieger von 2020 und 2024 startet drei Minuten vor Benavides ins Finale rund um Yanbu und kann sich als „Eröffner“ zudem einige Zeitbonifikationen (bis zu 1:23 Minuten) gutschreiben lassen.
Al-Attiyah mit Rekord
Bei den Autos steht Nasser Al-Attiyah vor seinem sechsten Gesamterfolg, dem ersten seit 2023. Der Katarer meisterte das anspruchsvolle Teilstück von Al-Henakiyah nach Yanbu (720 km, davon 409 gezeitet) am besten und stellte mit dem 50. Tagessieg seiner Karriere in der Auto-Wertung die gemeinsam gehaltene Bestmarke von Ari Vatanen und Rekordchampion Stephane Peterhansel ein. Der Dacia-Pilot geht mit 15:02 Minuten Vorsprung auf seinen spanischen Verfolger Nani Roma im Ford ins Finale.
Der als Mark Mustermann in der Startliste stehende Red-Bull-Milliardär Mark Mateschitz liegt knapp zehn Stunden hinter Al-Attiyah, hat bei seiner Dakar-Premiere mit Beifahrer Michael Zajc aber die erfolgreiche Zielankunft vor Augen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.