Tragödie in Eisenstadt

Mutter und Tochter kamen bei Brand ums Leben

Burgenland
09.01.2026 15:30

Ein Flammeninferno in Eisenstadt forderte in der Nacht auf Freitag zwei Menschenleben. Ein tapferer Nachbar trat noch die Tür zur Wohnung ein – doch es war für die zwei Frauen zu spät.

Wäre Monika Meder Donnerstagnacht nicht entgegen ihren Gewohnheiten wach geblieben, um fernzusehen, hätte die Katastrophe wohl noch größere Ausmaße angenommen. „Wenige Minuten vor Mitternacht gab es einen Kurzschluss“, erzählt die 68-Jährige, deren Wohnung nur ein paar Meter neben jenem Einfamilienhaus liegt, das lichterloh brannte. „Ich habe sofort die Feuerwehr angerufen und Panik gehabt, dass die Flammen übergreifen.“

Auch Sohn Hannes, dem der Gebäudekomplex gehört, wurde verständigt. „Ich bin sofort hingelaufen und habe die Tür eingetreten, weil ich hoffte, jemanden retten zu können“, sagt der 38-Jährige. „Aber die Flammen schlugen mir entgegen. Ich musste umdrehen, sonst wäre ich auch dort gelegen.“

Hausbesitzer Hannes Meder versuchte, die Frauen zu retten. Seine Mutter Monika alarmierte die ...
Hausbesitzer Hannes Meder versuchte, die Frauen zu retten. Seine Mutter Monika alarmierte die Feuerwehr.(Bild: Harald Schume)

Um 23.48 Uhr ging der Alarm bei der Stadtfeuerwehr Eisenstadt ein, wenige Minuten später waren 30 Florianis vor Ort am Oberberg. „Wir haben einen Angriff mit schwerem Atemschutz gestartet und konnten zwei Personen lokalisieren, die wir ins Freie gebracht haben“, so Pressesprecher Philipp Dorner. „Leider kam die Hilfe zu spät.“

Bei den Opfern handelt es sich um Mutter Karoline (68) und Tochter Angelika (44) B. Die beiden hatten das Haus seit 2020 bewohnt. „Eine Katastrophe!“, sagt Monika Meder. „Sie waren so nette Menschen.“ Als sie gesehen habe, wie ein toter Körper geborgen wurde, habe sie sofort an die ältere Bewohnerin gedacht. „Karoline war gehbehindert. Ich habe so gehofft, dass es wenigstens die Tochter geschafft hat, hinauszulaufen. Leider nein.“

Am Tag danach wurde Ursachenforschung betrieben.
Am Tag danach wurde Ursachenforschung betrieben.(Bild: Harald Schume)

Freitagvormittag rückte dann die Spurensicherung aus. Dem Vernehmen nach dürfte beim Nachlegen Glut aus dem Holzofen gefallen sein und den Brand entfacht haben. Der Kamin war jedenfalls in Ordnung – er wurde erst am 18. Dezember inspiziert.

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