Flüge eingestellt
Kämpfe im Jemen: Hunderte Touristen sitzen fest
Nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe im Jemen sitzen nach lokalen Angaben Hunderte Touristen auf der Insel Sokotra fest. Wegen der militärischen Auseinandersetzungen im Süden des Landes wurden die Flüge zuletzt eingestellt.
Touristenführer berichten von vollständig ausgebuchten Hotels. Einige Besucher hätten deshalb Privatunterkünfte angemietet, andere seien bei ihren Guides untergekommen. Bei mehreren Touristen sei zudem das Geld knapp geworden, da sie ihren Aufenthalt nur für wenige Tage geplant hatten.
Die Lage wird durch die eingeschränkte Infrastruktur erschwert: Die meisten Geschäfte und Hotels akzeptieren ausschließlich Bargeld, Geldtransfers sind nur sehr begrenzt möglich und funktionieren – wenn überhaupt – langsam.
Konflikt im Jemen
Bisher gingen internationale Flüge ausschließlich über die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Emirate sind eigentlich seit Jahren im Bürgerkrieg im Jemen mit Saudi-Arabien im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen verbündet. Die VAE verfolgten zuletzt aber zunehmend eigene Interessen.
Im neu aufgeflammten Konflikt gerieten die eigentlichen Verbündeten gefährlich aneinander. Von den Emiraten unterstützte Separatisten nahmen in den vergangenen Wochen große Gebiete ein, die auch an Saudi-Arabien grenzen, was Riad unter Druck setzte.
Die offizielle Regierung in dem Bürgerkriegsland, die wiederum von Saudi-Arabien unterstützt wird, ist sehr schwach, konnte die Gebiete inzwischen aber wieder für sich gewinnen.

Neue Flugverbindung von Sokotra nach Saudi-Arabien
Die staatliche Fluggesellschaft des Jemens Yemenia Airways kündigte nun an, zum ersten Mal Direktflüge von Sokotra nach Jidda in Saudi-Arabien anzubieten. Der erste Flug solle am Mittwoch abheben, hieß es in einer offiziellen Erklärung. Ziel sei es zunächst die gestrandeten Touristen auszufliegen.









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