Berliner stinksauer

Tausende Haushalte noch immer ohne Strom

Deutschland
05.01.2026 11:32

Tausende Haushalte im Südwesten Berlins sind am heutigen Montag in einen weiteren Tag ohne Heizung und Elektrizität gestartet – und das bei Schnee und eisigen Außentemperaturen. Bei vielen macht sich mittlerweile Wut über die Situation breit. Sie sehen darin ein Versagen der Regierung.

Auslöser des Blackouts war ein Brandanschlag auf Kabel an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde am Samstag. Mittlerweile steht fest, dass Linksextremisten hinter dem Anschlag stecken.

„Großschadenslage“ ausgerufen
Mehrere Schulen und Kindertagesstätten bleiben geschlossen. So startet die Woche nach den Weihnachtsferien nun anders als erwartet für die Kinder des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Eltern können allerdings auf Notbetreuung in anderen Schulen zurückgreifen. Polizei und Rettungskräfte helfen, wo sie können, die Bundeswehr soll unterstützen. Dazu rief die Stadt eine sogenannte „Großschadenslage“ aus.

Eine Karte zeigt das vom Stromausfall betroffene Gebiet.
Eine Karte zeigt das vom Stromausfall betroffene Gebiet.(Bild: APA)

Promis machen ihrem Ärger Luft
Mittlerweile meldeten sich auch einige bekannte Personen zu dem Stromausfall. So etwa die Sängerin Sarah Connor – auf ihrem Instagram-Account erklärte sie, sie sei mit ihrer Familie in ein Hotel gezogen, weil es bei ihr daheim „einfach zu kalt“ sei. „Es ist eigentlich gar nicht so lustig. […] Wenn ich darüber nachdenke, finde ich das schon ganz schön krass und frage mich, ob wir in so einer großen Stadt, nicht besser darauf vorbereitet sein können“.

„Stadt hat die Situation nicht im Griff“
Auch Christian Lindners Frau und Journalistin Franca Lehfeldt teilte auf Social Media ihre Frustration. „Wie sollen wir uns eigentlich gegen die Angriffe staatlicher Akteure auf diese Infrastruktur schützen, wenn wir die linksextremistischen Wiederholungstäter in der Hauptstadt nicht in den Griff bekommen?“

Ausfall könnte bis Donnerstag dauern
Die Schäden am Stromnetz sind nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin schwerwiegend und die Reparatur kompliziert. 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen waren zunächst betroffen, in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Inzwischen konnten 14.000 Haushalte und 500 Gewerbekunden wieder angeschlossen werden, wie Stromnetz Berlin mitteilt. Aber erst am Donnerstagnachmittag könnten voraussichtlich alle Stromkunden wieder versorgt werden.

Zahlreiche Pflegeheime und Kranke betroffen
Mehrere große Klinken in den Stadtteilen wurden zwar nach einem Tag wieder an das Stromnetz angeschlossen und mussten dank Notstromaggregaten nicht evakuiert werden. Vom Stromausfall sind aber auch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Menschen in ihren Wohnungen betroffen. Feuerwehr und Hilfsorganisationen richteten Notunterkünfte ein.

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