Blackout in Berlin
„Meine Mutter (97) musste auf Feldbett schlafen!“
In den Berliner Wohnungen und Häusern wird es langsam immer kälter, die Menschen kommen deshalb in Notschlafstellen unter – so auch eine 97-Jährige. Ihr Sohn ist entsetzt: „Die Frau ist schwer krank und musste auf der Pritsche schlafen!“
In Berlin-Zehlendorf wurden, wie auch in anderen Bezirken, Notschlafstellen für vom Blackout Betroffene eingerichtet. Eine von ihnen war die 97-jährige Seniorin Ingeborg. Die Frau ist schwer krank und bekam kein richtiges Bett zur Verfügung gestellt, wie die „BZ“ berichtet.
Sohn konnte es nicht fassen
Die Rettung holte die Seniorin aus ihrer Wohnung und brachte sie in eine beheizte Turnhalle. Die Familie der 97-Jährigen wurde zunächst jedoch nicht über ihren Aufenthaltsort informiert. Ihr Sohn konnte nicht glauben, wie man mit seiner Mutter umgegangen war. „Sie ist 97 Jahre alt, hat Pflegestufe 4 und liegt hier auf einem Feldbett. Sie hat hier kaum getrunken und gegessen.“ Der Zustand der Frau sei deutlich schlechter geworden, erzählte der Mann.
„Niemand hat mir Bescheid gesagt!“
Außerdem ärgerte den Sohn, dass ihn niemand angerufen hatte – hätte ihn die Rettung informiert, hätte er seine Mutter zu sich nach Hause geholt, sagte er. Mittlerweile ist die Wohnung der 97-Jährigen wieder ans Stromnetz angeschlossen, sie konnte nach Hause gebracht werden.
Hotelübernachtungen nur für wenige leistbar
Neben Notschlafstellen gibt es auch die Möglichkeit, in Hotels unterzukommen, wenn die eigene Wohnung kalt ist. Der Preis für ein Doppelzimmer liege jedoch bei rund 70 Euro pro Nacht, erlassen werde von der Stadt Berlin dabei lediglich die „City Tax“, also 7,5 Prozent des Zimmerpreises. Viele können sich eine Übernachtung nicht leisten, wie die „Welt“ berichtet.









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