Kampf um Renncomeback

„Verdienter Sportler – er bekommt seine Chance“

Ski Alpin
04.12.2025 17:11

Er war drei Jahre weg und ist jetzt vorzeitig aus den USA abgereist: Max Franz kämpft um sein Renncomeback. Cheftrainer Marko Pfeifer garantiert ihm einen Platz in der Qualifikation für Gröden.

Die „Krone“ berichtet aus Beaver Creek

Drei Jahre lang war Max Franz komplett weg vom Fenster, saß nach seinem schweren Trainingssturz in Copper ein halbes Jahr im Rollstuhl, musste zig Operationen über sich ergehen lassen – doch den Traum von einer Rückkehr in den Ski-Weltcup gab der Kärntner nie auf. Im Februar war der 36-jährige Vorläufer in Saalbach, machte im Sommer das Trainingslager in Chile mit, kehrte vergangene Woche auf seine Schicksalspiste in Copper zurück. „Alleine, dass er es überhaupt hierher geschafft hat, ist eine sensationelle Leistung“, nickt Abfahrtstrainer und Onkel Werner Franz. „Das hätten ihm die Allerwenigsten zugetraut.“

„Wird nicht aufgeben“
Problem nur: Weil das Wetter nicht mitspielte, war lediglich ein Training möglich, da wurde sofort der Startplatz für die US-Rennen ausgefahren. „Für Max war es nicht einfach, gleich am ersten Tag eine Ausscheidung zu haben. Da hat er es dann eindeutig nicht geschafft, so ehrlich müssen wir sein“, so Werner Franz. „Er war sehr enttäuscht. Aber er hat sofort gesagt: Er wird nicht aufgeben.“

Max Franz lebt den Traum vom Comeback.
Max Franz lebt den Traum vom Comeback.(Bild: GEPA)

Und Franz bekommt seine Chance. Und zwar schon beim nächsten Speed-Event in Gröden. Also dort, wo er 2016 den ersten seiner bisher drei Weltcupsiege gefeiert hat. „Wir wollen ihm diese Chance geben, das hat er sich verdient – auch für seine langjährigen Verdienste für den Skiverband“, sagt Cheftrainer Marko Pfeifer. „Aber natürlich muss er sich beweisen und sich sportlich qualifizieren, das ist klar.“

Woran Franz alles setzen wird, aktuell trainiert er mit Marcel Hirscher. Der Franz, bestätigt Werner, in den letzten Jahren eine „große Stütze war. Schließlich hat er ihn bei Van Deer unter Vertrag genommen, bewiesen, dass er an Max glaubt.“

Apropos Hirscher: „Wir hoffen, dass Marcel jetzt jede Woche gute Fortschritte macht, gute Einheiten mit hoher Qualität bekommt, aktuell trainiert er auf der Reiteralm“, betont Patrick Riml, Leiter des „Red Bull Athletes Special Project“. Die Rückkehr ist weiter für Jänner anvisiert – wo genau, ist offen. „Das hängt auch davon ab, wie es ihm geht – aktuell ist der voll auf Schiene, mit dem Knie funktioniert alles. Es ist das Wichtigste, dass er sich wohlfühlt, Vertrauen in sein Skifahren und seinen Körper hat“, meint Riml. „Marcel ist Marcel, er hat unglaublich viel gewonnen in seiner Karriere – wenn er sein Selbstvertrauen zurückbekommt, ist sicher einiges möglich.“

Marcel Hirscher trainiert aktuell auf der Reiteralm, will im Jänner wieder angreifen.
Marcel Hirscher trainiert aktuell auf der Reiteralm, will im Jänner wieder angreifen.(Bild: GEPA)

Langfristige Partnerschaft
Während Hirscher schon zu den routinierten Red-Bull-Athleten gehört, haben Riml & Co. indes einen vielversprechenden Mann langfristig an sich gebunden: Der Schweizer Franjo von Allmen, Abfahrtsweltmeister in Saalbach, wird die kommenden vier Saisonen mit dem Bullen am Helm unterwegs sein, soll neben Marco Odermatt das Gesicht der Zukunft sein.

Patrick Riml (li.) ist Leiter des „Red Bull Athletes Special Project“ ...
Patrick Riml (li.) ist Leiter des „Red Bull Athletes Special Project“ ...(Bild: GEPA)
... wo Franjo von Allmen einen langfristigen Vertag signierte.
... wo Franjo von Allmen einen langfristigen Vertag signierte.(Bild: Sepp Pail)

„Er war letztes Jahr das erste Jahr bei uns, hat eine Wahnsinns-Saison gehabt – das Potenzial, was der junge Mann im Speed-Bereich hat, ist gewaltig“, lobt Riml.

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