Keine Zulassung
Frauen, bitte warten! Vatikan gegen Diakoninnen
Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht, hat eine hochrangige Vatikan-Kommission gegen die Zulassung von Frauen zum Diakonat in der römisch-katholischen Kirche gestimmt. Es bleibt somit bei der Praxis des rein männlichen Klerus bestätigt.
Die Theologenkommission erklärte, dass historische Forschungen und theologische Untersuchungen „die Möglichkeit ausschließen“, Frauen derzeit zum Diakonat zuzulassen, empfahl jedoch weitere Studien zu dem Thema. Der auch an Papst Leo XIV. übermittelte Bericht stellte fest, dass die Einschätzung der Gruppe fundiert sei, aber „heute noch kein endgültiges Urteil formuliert werden kann“.
Kommissionen von Papst Franziskus installiert
Der verstorbene Papst Franziskus hatte zwei Kommissionen eingesetzt, um die Möglichkeit zu prüfen, Frauen als katholische Diakoninnen zuzulassen. Diakone sind – wie Priester – geweihte Amtsträger, dürfen jedoch keine Messe feiern. Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht ist die erste öffentliche Bekanntgabe der Diskussionsergebnisse innerhalb der Kommission.
Wie geht Papst Leo XIV. mit dem Ergebnis um?
Die Studien-Kommission unter Leitung des italienischen Kardinals Giuseppe Petrocchi war von Franziskus im Jahr 2020 eingesetzt worden, veröffentlichte damals aber kein Ergebnis. Im Zuge der Weltsynode von 2023 und 2024 wurde sie dann damit beauftragt, das heikle Thema außerhalb der Plenardebatten der Synode zu einer Klärung zu bringen. Offen ist, wie Papst Leo XIV. mit dem Ergebnis der Kommission umgeht.
Papst Johannes Paul II. untersagte 1994 Frauen die Priesterweihe, äußerte sich jedoch nicht ausdrücklich zur Frage der Frauendiakone. Befürworter verweisen auf Hinweise, dass Frauen in den frühen Jahrhunderten der Kirche als Diakoninnen tätig waren. Eine Frau namens Phoebe wird in einem der Briefe des Apostels Paulus als Diakonin erwähnt.









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