Um Leerstände zu beseitigen, engagierte das Braunauer Stadtmarketing eine eigene Beratungsfirma mit der Durchführung eines Gründerwettbewerbs. Dank EU-Förderungen stehen für dieses Projekt auch knapp 100.000 Euro zur Verfügung. Trotz reichlich Marketing und fünf wertvollen Preisen liegen erst drei Ideen am Tisch.
Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Gründer-Wettbewerb „get up! #StadtUp“ in Braunau. Vier Wochen vor Ablauf der Einreichfrist liegen bei der vom Stadtmarketing engagierten Beratungsfirma Cima aus Ried/I. von den erhofften 30 erst drei Ideen für die Belebung der Innenstadt am Tisch.
Fristverlängerung möglich
„Notfalls müssen wir die Einreichfrist verlängern. Erfahrungsgemäß beginnt kurz vor Ablauf die heiße Phase“, rechnet Evelyn Ersthofer von der Firma Cima noch mit weiteren Vorschlägen von Gründern und Jungunternehmern. Immerhin werden fünf Gewinner ermittelt, die Dienstleistungen im Wert von 100.000 Euro für eine Firmengründung erhalten.
15 Prozent Leerstände
Neben Beratungen in Steuerangelegenheiten, Versicherungs- oder Notarfragen winken auch Unterstützungen im IT-Bereich. Derzeit würden nur zwei der drei Bewerbungen für einen Gewinn in Frage kommen. Beim dritten Vorschlag müsse das Konzept noch nachjustiert werden. Die zwei anderen Ideen kommen aus dem künstlerisch, kreativen Bereich sowie der Gastronomie. „Ziel ist es, den Leerstand in den Erdgeschoßen der Innenstadt zu verringern“, erklärt Ersthofer. Laut Stadtmarketing-Geschäftsführer Georg Bachleitner seien 15% der Innenstadt vom Leerstand betroffen. Bürgermeister Johannes Waidbacher (VP) war zum Auftakt des Wettbewerbs im Sommer überzeugt, dass es viele Menschen mit guten Ideen gibt. „Sie wollen wir vor den Vorhang holen.“
60-prozentige Förderung
Am Bewerb dürfen auch Nicht-Braunauer teilnehmen. Die Leader-Region übernimmt rund 60 Prozent der Ausgaben für Marketing oder Beratungen der Bewerber. Bachleitner schätzt die Kosten auf knapp unter 100.000 Euro.
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