Manuela Auer warnt:

„Bildungschancen werden so aufs Spiel gesetzt“

Vorarlberg
21.11.2025 15:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer fordert ein Umdenken der schwarz-blauen Landesregierung in Sachen Bildung und Pflegeausbildung. In einem Landtagsantrag wünscht sie die Umsetzung eines leistbaren Modells zur Nachhilfe, in einem zweiten Antrag die Wiederherstellung des freiwilligen Ausbildungsbeitrags an zwei Pflegeschulen. 

Im Rahmen einer Pressekonferenz kritisierte SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer am Freitag einmal mehr die steigenden Kosten für private Nachhilfe. Nach vorliegenden Zahlen des aktuellen AK-Monitorings geben Vorarlberger Familien bereits rund neun Millionen Euro pro Jahr für private Nachhilfe aus. Rund 12.000 Kids sind auf diese Unterstützung angewiesen. „Die Nachhilfesituation ist ein blinder Fleck auf der Bildungslandkarte des Landes“, polterte Auer.

Trotz steigenden Bedarfs setze man im Land nämlich nur auf punktuelle Angebote wie die Lerncafés der Caritas. Über diese werde aber nur ein kleiner Teil der Kinder erreicht. „Das Land nimmt sich hier komplett aus seiner Verantwortung.“ Als Reaktion darauf fordern die Sozialdemokraten in einem Landtagsantrag ein landesweites, leistbares Modell zur Nachhilfe sowie den Ausbau ganztägiger Schulformen. 

Ausbildungszuschuss komplett gestrichen
Scharfe Kritik äußerte die SPÖ-Landtagsabgeordnete auch an der Entscheidung des Landes, den freiwilligen Ausbildungsbeitrag für Schüler des Institut St. Josef in Feldkirch, die dort die Höhere Lehranstalt für Pflege und Soziales (HLPS) sowie die Fachschule für Sozialberufe Gesundheit und Pflege (FSGP) besuchen, zu streichen. „Dadurch entsteht für Familien während der laufenden Ausbildungszeit eine Mehrbelastung von mehreren tausend Euro“, rechnete Auer vor.

In einem zweiten Landtagsantrag fordert die SPÖ deshalb die vollständige Wiederherstellung des Ausbildungsbeitrags sowie ein Konzept zur schrittweisen Reduktion von Schulgeldern im Pflegebereich. „Wer ernsthaft etwas gegen den Pflegekräftemangel tun will, darf nicht dort sparen, wo junge Menschen in eine qualifizierte Ausbildung investieren.“

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