Nord-Stream-Sabotage
Verdächtiger Ukrainer beendet Hungerstreik
Ein seit Sommer in italienischer Haft sitzender Ukrainer, der als mutmaßlicher Drahtzieher der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines von der deutschen Justiz gesucht wird und gegen seine Auslieferungen kämpft, hat seinen Hungerstreik beendet. Die Leitung der Hochsicherheitsanstalt in der norditalienischen Stadt Ferrara hat laut dem Anwalt von S. K. eine Verbesserung der Haftbedingungen zugesichert.
„In einer Mitteilung aus dem Gefängnis bedankte sich K. bei allen, die ihn unterstützt und ihn in diesen schweren Tagen Solidarität und Zuneigung gezeigt haben. Die Unterstützung war entscheidend“, so der Anwalt. „Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Gefängnisverwaltung bemüht war, die vorgebrachten Probleme konstruktiv anzugehen. Dennoch muss die Aufmerksamkeit hoch bleiben: Die Achtung der Rechte aller Gefangenen ist eine dauerhafte Verpflichtung eines Rechtsstaates“, unterstrich der Verteidiger.
Auslieferungsantrag liegt nun beim Obersten Gericht
Vor zwei Wochen hatte ein Gericht in Bologna grünes Licht zur Auslieferung des mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs an Deutschland gegeben. Der ukrainische Offizier gilt als einer der mutmaßlichen Drahtzieher hinter den Anschlägen auf die Gasleitungen aus Russland im September 2022. Die deutsche Justiz wirft dem Mann gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor. Deshalb soll er in Deutschland vor Gericht gestellt werden. Der Anwalt des Ukrainers hat jedoch Einspruch beim Obersten Gericht in Rom gegen die Auslieferung beantragt. Bis dahin bleibe der Ukrainer in Haft, teilte der Anwalt mit.
Zweiter Verdächtiger in Polen in Gewahrsam
Die Anschläge auf die Nord-Stream-Gaspipelines hatten vor drei Jahren weltweit Aufsehen erregt. Ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beschädigten mehrere Sprengungen die beiden Pipelines so sehr, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. Die Explosionen wurden in der Nähe der dänischen Insel Bornholm registriert. Ein zweiter verdächtiger Ukrainer befindet sich in polnischem Gewahrsam.









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