Prozess um Stalkerin
Maddie-Schwester schildert „gruselige Nachrichten“
Eine Frau soll sich jahrelang als das verschwundene britische Mädchen Maddie McCann ausgegeben und die Familie belästigt haben – jetzt berichtet ihre Schwester vor Gericht von „gruseligen“ Nachrichten und bearbeiteten Fotos.
Am Donnerstag sagte Amelie McCann im Stalking-Prozess gegen die Angeklagte aus, die sie und ihre Eltern über mehrere Jahre hinweg über soziale Medien, E-Mails und Telefonate bedrängt haben soll.
Falsche Schwester ließ einfach nicht locker
Amelie McCann berichtete, die Angeklagte habe sie über Facebook und andere Online-Plattformen immer wieder kontaktiert und ihr „gruselige“ Nachrichten geschickt. Laut Staatsanwaltschaft wurden Kate und Gerry McCann von der Frau zwischen Juni 2022 und Februar 2025 mit E-Mails, Kurznachrichten und Anrufen überhäuft. Einmal soll die Angeklagte Kate McCann an einem einzigen Tag 60 Mal angerufen haben.
Die Frau behauptete, Erinnerungen an Maddies Kindheit und ihr Verschwinden zu besitzen, und forderte wiederholt einen DNA-Test.
Aktion „ziemlich verstörend“
Amelie McCann berichtete, dass die Fremde wiederholt gesagt habe: „Ich bin deine Tochter“. Ab Anfang 2024 habe sie selbst Kontakt von der Angeklagten erhalten, zunächst über Online-Netzwerke, später auch per Brief, dem bearbeitete Fotos beilagen, die ihre angebliche Ähnlichkeit mit Maddie untermauern sollten. Amelie bezeichnete diese Aktionen als „ziemlich verstörend“.
Keine Verwandtschaft nachweisbar
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es eindeutige Belege, dass zwischen der Angeklagten und den McCanns keine Verwandtschaft besteht. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe des Stalkings.
Madeleine McCann verschwand am 3. Mai 2007, kurz vor ihrem vierten Geburtstag, aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz, Portugal, während ihre Eltern in einem nahegelegenen Restaurant zu Abend aßen. Trotz internationaler Fahndung fehlt bis heute jede Spur von ihr.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.