Feuer auf Autobahn

Aus der Rettungsgasse wurde eine Sackgasse

Oberösterreich
24.09.2025 15:33

Ein leerer Kleinlaster brannte auf der am Mittwoch kurz vor 6 Uhr auf der A 1 bei Allhaming in OÖ lichterloh, doch die Feuerwehr verlor bei der Anfahrt zum Unglücksort viel Zeit, weil alle drei Fahrstreifen verstopft waren. Die Autofahrer hatten nämlich keine Rettungsgasse gebildet.

„Plötzlich hat der Motor komisch getan, hatte keine Kraft mehr, und der Tacho hat gesponnen“, beschreibt der Fahrer eines Lieferwagens die dramatischen Szenen am Mittwoch gegen 5.45 Uhr im Gespräch mit dem ORF OÖ. Der Mann war gerade auf der Westautobahn (A 1) auf Höhe Allhaming in Richtung Salzburg unterwegs. Er hielt seinen Kleinlaster am Pannenstreifen an und wollte nachschauen, da entdeckte er auch schon Feuer im Motorraum seines Fahrzeuges.

Es gab für die Feuerwehr kein Durchkommen
Auf die sofort verständigte Feuerwehr musste der Mann aber auffallend lange warten. Denn auf der in diesem Bereich dreispurigen Autobahn dürften die Lenker der anderen Fahrzeuge mit der Bildung einer Rettungsgasse überfordert gewesen sein.

Für die Feuerwehr wurde die Autobahn zur Sackgasse. „Es waren alle drei Fahrspuren verstopft, es gab für uns kein Durchkommen“, beschreibt Stefan Löwinger von der FF Allhaming die Situation. Selbst der mehrfache Einsatz des Folgetonhorns löste das Problem nur langsam.

Die Rettungsgasse

In Österreich besteht seit 2021 auf Autobahnen und Schnellstraßen bei Staubildung die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse. Soll es Einsatzkräften ermöglichen, schnell zum Unfallort zu gelangen. Fahrzeuglenker auf der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links, alle anderen Fahrzeuge nach rechts ausweichen, gegebenenfalls auch auf den Pannenstreifen. Die Rettungsgasse wird zwischen dem linken und dem daneben liegenden Fahrstreifen gebildet.  Auf Fahrbahnen mit mehr als zwei Spuren wird die Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Spur geschaffen. Schon bei stockendem Verkehrs muss sie gebildet werden. Bei Missachtung drohen Strafen zwischen 72 und 2180 Euro.

Schwierige „Auflösung“
„Vor allem für die Lkw-Fahrer ist es natürlich schwierig, auf die Seite zu fahren, wenn der Stau einmal da ist und keine Rettungsgasse gebildet wurde“ so Löwinger. „Man sitzt im Auto und kommt einfach nicht weiter. Das ist frustrierend und kostet Zeit“, sagt der Feuerwehrmann, der mit seinen Kollegen aus Allhaming und von der FF Pucking-Hasenufer immer wieder mit mangelhaften Rettungsgassen konfrontiert ist – so auch vor knapp zwei Wochen. Da war es noch dramatischer, weil man am Weg zu einem schweren Unfall gewesen sei und jede Minute gezählt habe.

Fahrer unverletzt
Der Lieferwagen konnte dann aber dennoch mit etwas Verspätung gelöscht werden. Der Motor und die Fahrerkabine wurden zerstört. Packerl waren nicht im Wagen, auch der Fahrer kam unverletzt davon.

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