Viele Wegbegleiter erinnern sich an schöne Momente mit Harald Serafin, darunter Autorin Ingrid Schramm. Sie spricht unter anderem über seinen Aufenthalt in Odessa.
„Mindestens 15 Jahre muss es her sein, als ich mit meinem Mann auf Kreuzfahrt war und Harald Serafin als Moderator an Bord war“, schildert Autorin Ingrid Schramm. Der Entertainer konnte aus dem Vollen schöpfen. An drei Vortragsabenden im Festsaal des Schiffes hatte er mit bewegenden Geschichten über die Welt der Operette fasziniert.
Babuschkas verkauft
„Serafin glänzte mit Charme und Witz“, erinnert sich die Historikerin aus Weiden am See: „Sein noch sehr junger Sohn Daniel und eine Sopranistin sangen Lieder aus berühmten Bühnenwerken, einige von Johann Strauss.“
Seine ganze Fröhlichkeit und schauspielerische Gabe ließ der gesellige Publikumsliebling beim Landgang in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer aufblitzen. Vor einer Kirche hat laut den Erzählungen eine Verkäuferin russische Babuschkas auf einem Ladentisch angeboten.
Mit Schmäh überwältigt
„Hie und da streckte ein Tourist seine Hand nach einer der bunt bemalten Holzfiguren aus, legte sie aber rasch wieder desinteressiert zurück. Da trat Harald Serafin in Aktion“, so Schramm. In seiner unnachahmlichen Art sei der Sänger hinter den Ladentisch getreten und habe die vorbeigehenden Leute mit professionellem Händlerschmäh überwältigt – höflich, aber bestimmend.
Für die Verkäuferin soll es das Geschäft ihres Lebens gewesen sein. „Das macht Harald Serafin so schnell niemand nach. Sein Abgang ist ein riesengroßer Verlust für die hohe Bühnenkunst“, trauert Schramm.
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