Mi, 15. August 2018

Stressverursacher

14.01.2014 13:37

Das sind laut Studie die sieben E-Mail-Todsünden

Schlechte E-Mail-Umgangsformen können negative Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit sowie die unserer Kollegen haben. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der britischen Kingston Business School. Sie ermittelten die "sieben Todsünden" beim Versand und Empfang von elektronischer Post.

Unter der Leitung von Emma Russel analysierte das Psychologen-Team laut eines Berichts des britischen "Telegraph" die E-Mails von 28 verschiedenen Konten auf ihren Einfluss – sowohl positiver als auch negativer Natur - auf den Nutzer. Dabei identifizierten die Wissenschaftler insgesamt sieben schlechte Angewohnheiten im Umgang mit E-Mails, die beim Empfänger Stress und andere "negativen Auswirkungen" auf das psychische Wohlbefinden zur Folge haben können.

Größter Stressverursacher sind demnach sogenannte Pingpong-Mails, also Nachrichten, oftmals mit mehreren Empfängern in Kopie, die so lange hin- und hergeschickt werden, bis sich irgendwann auch der letzte Kollege genötigt sieht, seinen Senf dazu abzugeben. Doch derlei E-Mail-Schnellschüsse setzten alle Beteiligten nicht nur unter Druck, sondern lenkten auch ab und würden daher von vielen als störend empfunden.

Ähnliches gelte für E-Mails, die außerhalb der regulären Arbeitszeiten verschickt werden: Die Empfängerseite könne nicht mehr abschalten, wodurch das Gefühl entstehe, ständig auf Abruf bereit sein und rund um die Uhr reagieren zu müssen. Bei vielen wiederum führt das zu E-Mail-Todsünde Nummer drei: dem Zwang, selbst im Beisein von Kollegen oder Freunden die eigenen E-Mails zu checken und auf diese zu antworten.

Ebenfalls nicht gern gesehen und mit Stress für den Versender bzw. Empfänger verbunden ist den Psychologen zufolge, wenn E-Mails gänzlich ignoriert, mit einer Abwesenheitsnotizen beantwortet oder mit Lesebestätigungen versehen werden. Wer umgehend auf E-Mails antwortet, mache seinem Gegenüber jedoch ebenfalls keine Freude. Im Gegenteil: Auch in diesem Fall würden sich viele genötigt fühlen, es dem virtuellen Gegenüber gleichzutun und ebenso schnell zu antworten, wodurch das Tempo immer weiter erhöht werde und der Stresspegel steige.

Russels Fazit: "Obwohl wir glauben, adaptive und funktionale Strategien für den Umgang mit E-Mails am Arbeitsplatz gefunden zu haben, erinnert uns diese Forschung daran, dass sich viele dieser Strategien nachteilig auf andere Ziele auswirken können und die Menschen, mit denen wir arbeiten."

Die sieben E-Mail-Todsünden im Überblick:
1. Ständiges Hin und Her von E-Mails (E-Mail-Pingpong)
2. E-Mails außerhalb der Arbeitszeiten verschicken
3. E-Mails im Beisein anderer verschicken
4. E-Mails gänzlich ignorieren
5. Lesebestätigungen anfordern
6. E-Mails umgehend beantworten
7. Abwesenheitsnotizen versenden

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