Schon seit Tagen streift Elchbulle „Emil“ durch Niederösterreich. Am Freitagnachmittag tauchte er in Maria Gugging auf, wo er auch bei der Lourdes-Grotte vorbeischaute.
Um Österreich in Aufruhr zu bringen, braucht es: Einen Elch. „Emil“ sorgt seit Tagen für enormes Interesse. Er streift durchs Land, kann schwimmen wie kein anderer – abgesehen von Wildschweinen – und ist gewöhnlich nur im hohen Norden anzutreffen.
Kurzum: Eine Elchsichtung in Österreich grenzt an eine Sensation und „Emil“ ist und bleibt in aller Munde. Zumindest scheint der sanfte Koloss genau zu wissen, welche Schlagzeilen er seinen Fans liefern muss. Freitagabend wandelte er gar auf heiligem Boden.
„Emil“ in Maria Gugging:
„,Emil‘ am Mittwoch im Maria Gugging bei der Lourdesgrotte. Herzlichen Dank an Hr. Böhm-Öppinger, der das Ereignis aufgenommen hat“, freute sich die Erzdiözese Wien über die unverhoffte Sichtung, die dank Handykamera für die Ewigkeit festgehalten werden konnte.
„Emil“ schmeckt‘s
Statt frommer Andacht aber schien den Elch eher das Gebüsch zu interessieren, von dem er hungrig so manches Blatt abzupfte. Er ist wohl auf den Geschmack niederösterreichischer Bioqualität gekommen. Erst kürzlich hat er „einen Apfelbaum abgefressen“.
Wildtier braucht Ruhe
„Emil“ ist auf der Suche nach einem Revier, das seinen Bedürfnissen entspricht. Was ihm dabei weniger wichtig sein mag, sind Facebook-Fangruppen und Paparazzi. Letztere sorgen jedoch für Stresssituationen. Doch das Wildtier sollte dringend in Ruhe gelassen werden.
Ob „Emil“ tatsächlich längerfristig in Österreich bleiben wird, ist ungewiss. Mitte September beginnt die Paarungszeit der Elche. Es wird angenommen, dass er dann wieder die Nähe seiner Artgenossen aufsuchen und Österreich den Rücken kehren wird.
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