Weniger Gewinn, aber eine höhere harte Kernkapitalquote – die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich legte am Freitag ihren Halbjahresbericht vor. Traditionell wichtig sind für die größte Bank des Bundeslandes ihre Beteiligungen. Im Vorjahr stieg man beim Feuerwehrausstatter Rosenbauer ein.
Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) hat im ersten Halbjahr 2025 weniger Gewinn gemacht. Der Periodenüberschuss nach Steuern sank um 10,6 Prozent auf 229,7 Millionen Euro, das Betriebsergebnis schrumpfte um 23,1 Prozent auf 267,2 Millionen Euro. Mit ausschlaggebend dafür sind Bilanzierungseffekte rund um die Beteiligungen an der Raiffeisen Bank International.
Bei der harten Kernkapitalquote gab es hingegen ein Plus von 0,8 Prozent auf nunmehr 18,5 Prozent. Die Kennzahl gibt das Verhältnis des Kernkapitals zum Gesamtrisikobetrag an und ist ein Indikator für die finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit einer Bank. Mit ihrem Wert liegt die RLB OÖ dabei deutlich über den gesetzlichen Anforderungen.
„Ausgezeichnetes Ergebnis“
Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer zeigt sich mit der Halbjahresbilanz zufrieden: „Wir haben ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, mit denen wir die nächste Etappe für die RLB starten können. Mit einer Gesamtkapitalquote von 20,25 Prozent und einer harten Kernkapitalquote von 18,5 Prozent können wir den Wachstumskurs weiter vorantreiben.“
Einstieg bei Rosenbauer
Traditionell wichtig ist für die größte Bank des Bundeslandes ihr Beteiligungsgeschäft. Im Vorjahr stieg die RLB OÖ etwa als Teil eines Konsortiums zusammen mit Ex-KTM-Chef Stefan Pierer und Mark Mateschitz beim Feuerwehrausstatter Rosenbauer ein. „Einmal mehr hat die RLB OÖ somit Standortverantwortung für einen wichtigen oberösterreichischen Leitbetrieb übernommen“, heißt es im Halbjahresbericht.
Operativ verzeichnete die RLB OÖ einen kleinen Zuwachs bei den Kundenforderungen von 0,1 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen gingen um 5,4 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zurück.
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