„Nationale Sicherheit“

FBI durchsucht Haus von bekanntem Trump-Kritiker

Ausland
22.08.2025 15:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

FBI-Agenten haben am Freitag das Haus von John Bolton, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, durchsucht. Bolton wurde von einem Anhänger des aktuellen Präsidenten zu einem scharfen Kritiker. Der US-Präsident beleidigte ihn mehrfach öffentlich – schon im Jänner hatte er seine präsidiale Macht gegen Bolton eingesetzt.

Das Haus Boltons werde im Rahmen „einer Untersuchung zur nationalen Sicherheit“ durchsucht, erklärte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle laut der Nachrichtenagentur Reuters. Die Untersuchung des Hauses im Washingtoner Vorort Bethesda sei von FBI-Direktor Kash Patel angeordnet worden, berichtete die „New York Post“. Details sind nicht weiter bekannt.

„NIEMAND steht über dem Gesetz“
Patel selbst berichtete in einem Beitrag auf der Plattform X kryptisch von dem Einsatz – er nannte aber Bolton nicht namentlich. „NIEMAND steht über dem Gesetz … FBI-Agenten im Einsatz“, schrieb Patel, kurz nach 7 Uhr früh. Ein Sprecher des Weißen Hauses teilte den Beitrag.

John Bolton, Ex-Sicherheitsberater von Donald Trump
John Bolton, Ex-Sicherheitsberater von Donald Trump(Bild: AP/Carolyn Kaster)
(Bild: AP/Jose Luis Magana)
(Bild: AP/Jose Luis Magana)
(Bild: AFP/PEDRO UGARTE)
(Bild: AFP/PEDRO UGARTE)

Bolton war während Trumps erster Amtszeit US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und nationaler Sicherheitsberater des Weißen Hauses. Seitdem hat er sich aber zu einem Kritiker des republikanischen Präsidenten geworden und bezeichnet Trump als ungeeignet für sein Amt.

Bereits Personenschutz entzogen
Trump hat seit seinem Amtsantritt im Jänner wiederholt versucht, die Hebel der präsidialen Macht gegen seine vermeintlichen Feinde einzusetzen, nachdem er im Wahlkampf politische Vergeltung versprochen hatte. Der Präsident hatte Bolton zuvor bereits den Personenschutz durch den Secret Service entzogen. Der war ihm zugestanden worden, nachdem das US-Justizministerium erklärt hatte, der Iran habe Boltons Leben bedroht.

Das Weiße Haus wurde außerdem beschuldigt, unzulässig eingegriffen zu haben, um Bolton daran zu hindern, seine Bestseller-Memoiren zu veröffentlichen, indem es fälschlicherweise behauptete, diese enthielten geheime Informationen.

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