45 Kinder geimpft
Tollwut-Alarm in deutschem Kindergarten
Dutzende Eltern im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt bangen um die Gesundheit ihrer Kinder. Denn bei einer toten Fledermaus, die sich auf dem Spielplatz der Kindertagesstätte „Dino“ in der Ortschaft Milzau befunden hatte, ist eine Tollwut-Infektion festgestellt worden. Vorsorglich wurden 45 Kinder gegen das hochansteckende European Bat Lyssavirus-2 (EBLV-2) geimpft.
Untersuchungen des Kadavers ergaben, dass das Wildtier, das zuvor tagelang an der Fassade der Einrichtung gehangen sein soll, an Fledermaustollwut verendet war. Am Freitag informierte das örtliche Gesundheitsamt die betroffenen Familien. Medienberichten zufolge sollen einige Kinder die tote Fledermaus sogar gestreichelt haben.
Umgehend wurde eine Impfkampagne für die Kinder organisiert. 45 Kinder erhielten am Wochenende den ersten von mehreren Teilimpfungen, die in so einem Fall notwendig sind. Die Eltern von zehn Kindern lehnten dem Vernehmen nach das Angebot ab.
Bürgermeister: „Dringend impfen lassen“
Christian Runkel, zuständiger Bürgermeister von Bad Lauchstädt, appellierte auch in den sozialen Medien an die Eltern, ihre Kinder untersuchen und impfen zu lassen. „Kinder, die direkten Kontakt mit dieser Fledermaus hatten, sollten sich dringend impfen lassen. Informationen finden die Eltern dieser Einrichtung in ihrer Kita-App. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen (Ausnahme Bissverletzungen oder ähnliches durch ein infiziertes Kind)“, schrieb Runkel auf seiner Facebook-Seite.
Bisher weist keines der Kinder Erkrankungssymptome auf. In Europa gilt Tollwut als weitgehend ausgerottet. Deutschland und Österreich sind seit 2008 frei von der terrestrischen Form des Virus (über Tiere, die nicht fliegen können, Anm.). Über Fledermäuse bzw. nicht geimpfte Hunde aus dem Ausland kommt es aber in seltenen Fällen zu einer Einschleppung.









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